Social Media Week Hamburg 2016 [Recap 1]

construktiv on Tour – eine spannende Woche liegt hinter uns! Neben dem Besuch des Q&A mit Mark Zuckerberg in Berlin haben wir uns noch auf der Social Media Week in Hamburg getummelt. In diesem Jahr hat die SMWHH bereits zum fünften Mal stattgefunden – dieses Mal unter dem Motto „Die unsichtbare Hand: Die verborgene Macht von Technologien (und wie wir sie zu unserem Nutzen anwenden können)“. Der Fokus lag auf den Themen Innovation & Technologie. An den fünf Tagen der Digitalkonferenz gab es insgesamt 170 Sessions mit 270 Speakern – die Auswahl fiel im Vorfeld alles andere als leicht. 🙂

 

Guten Morgen Hamburg

Am Dienstag ging es dann auf nach Hamburg. Leider waren wir nicht schnell genug, um uns für das Frühstücks-Event „Start mit Waffel – das große Waffelfrühstück“ anzumelden. 😉 Dafür sind wir mit Schokocroissantsversorgt aber ebenso gut in den Tag gestartet. Los ging es mit zwei Vorträgen über Instagram, Pinterest & Snapchat in der Markthalle. Besonders spannend für uns: Snapchat. Bisher nutzt nur ein verschwindend geringer Teil der Werbetreibenden die Plattform. Wir sind gespannt, wie sich dies in den nächsten Wochen und Monat weiterentwickeln wird und ob die Skepsis gegenüber Snapchat in Zukunft verschwinden wird. Große deutsche Marken wie z.B. dm haben bereits erste Tests gestartet – wir sind uns sicher, dass viele diesem Beispiel schon bald folgen werden.

 

Facebook = das neue YouTube? 

Videocontent boomt weiterhin – um dieses Thema ging es auch in der nächsten Session. Social Media Redakteur Teja Adams vom NDR prognostiziert, dass Facebook sich noch stärker als Video-Plattform etablieren wird. Fest steht schon jetzt: die (mobile) Videonutzung wird weiterhin stark zunehmen. Daneben wir der Einsatz von vertikalen Videos, 360 Grad Videos und Live-Videosweiterhin steigen. Generell empfiehlt Adams, dass Medienproduzenten sich verstärkt auf Mobile-Nutzer einstellen müssen. Die Zeiten von Videos im klassischen 16:9 seien vorbei, man müsse sich nun auf hochformatige Formate setzen.

 

Nach einer kurzen Mittagspause beim Vietnamesen ging es frisch gestärkt in die zweite Hälfte des Tages: Jana Würfel, Partner Managerin Growth, von Pinterest hat uns einen exklusiven Einblick in die Welt von Pinterest ermöglicht. Noch wird die Plattform in Deutschland ein wenig zurückhaltend beäugt, eine Community mit etwa 2 Millionen aktiven deutschen Nutzern ist allerdings schon vorhanden. Das Potential ist aber überaus vielversprechend: Insgesamt wurden weltweit bislang 50 Milliarden Pins auf eine Milliarde Pinnwänden gepinnt. Warum man das soziale Netzwerk unbedingt in seiner Social Media Strategie berücksichtigen sollte, haben wir hier ein wenig genauer erläutert. Wir in Deutschland warten schon ganz gespannt auf die Einführung von Promoted Pins. Diese beworbenen Pins werden aufgrund ihres nativen Charakters zukünftig ganz neue Werbemöglichkeiten für Unternehmen bieten. Leider konnte Jana Würfel noch kein Launchdatum für Deutschland nennen. Schon bald wird die Funktion in UK gelauncht – der Schritt nach Europa wäre somit gewagt. 🙂

 

Storytelling statt „Feature Fucking“

Im abschließenden Panel ging es ziemlich lebhaft zu. Laura-Jane Freutel (European Social Media Coordinator, Olympus) und Svenja Teichmann (Geschäftsführerin, crowdmedia) haben in einem Talk die Herausforderungen eines „multibranded“Facebook Channels erläutert und wie der Einsatz von Storytelling dabei sinnvoll erfolgen kann. Ihr Fazit: Spannende Geschichten rund um die eigene Markenwelt sind heutzutage unverzichtbar. Wie genau Storytelling für Unternehmen auf Facebook funktionieren kann, haben wir in diesem Blogbeitrag näher beleuchtet.

 

Bei der letzten Veranstaltung des Tages sind drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander getroffen: Schauspielerin Pia Tillmann, Autorin Jessica Wagener und Bloggerin Ninia La Grande. Alle drei haben von ihrem ganz unterschiedlichen privaten/professionellen Umgang mit den sozialen Medien berichtet. Obwohl alle in recht unterschiedlichen Bereichen tätig sind, ist es doch interessant zu sehen, wie ähnlich die Erfahrungswelten sind und wie selbstverständlich das Leben auf Instagram, Facebook, Twitter & Snapchat geworden ist. Trotz immer wieder aufkehrender Kritik und „Hatespeech“, stehen die Vorzüge der sozialen Medien für sie jedoch klar im Vordergrund. So passt es doch ganz gut, wenn Jessica Wagener zum Abschluss der Runde sagt, dass Twitter ihre „virtuelle Jogginghose“ sei. 😉

 

Nach einem recht langen, aber super spannenden Tag ging es dann für uns auch wieder nach Hause. Unser kleines Fazit des Tages: (Live-)Kommunikation wird besonders auf Markenebene durch Plattformen wie Snapchat noch authentischer, am Bewegtbild führt wirklich kein Weg mehr vorbei und die mobile Nutzung von sozialen Medien wird noch wichtiger.

Wie es unseren Kollegen am Donnerstag auf der Social Media Week ergangen ist, erfahrt im zweiten Teil unseres kleinen Rückblicks. 🙂