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webinale in Berlin

13. Juni 2017 in Website & Content Marketing | 1 Kommentar

Roter Teppich für königliche Inhalte

Ob Breminale, Berlinale oder Viennale – sobald sich Städte ein „Ale“ gönnen, heißt es häufig „Sehen und gesehen werden!“ Als die webinale in Berlin zum zehnten Mal ihre Pforten für digitale Professionals öffnete, war für Marin, Josh und mich daher vollkommen klar, dass wir uns in der Hauptstadt blicken lassen und schauen, was an Wissen und Inspiration geboten wird.

Meist sind es ja die Filmfestspiele, die von Blitzgewitter und prominenten Sternen überstrahlt werden. Da bleibt dann so manche Robe länger im Gedächtnis als die eigentlichen Wettbewerbsinhalte. Ganz anders bei der webinale! Hier ging es für uns ausschließlich um die königlichen Inhalte. Wobei sich direkt die Frage stellt: Ist Content denn überhaupt noch King?

Die webinale ist bunt…

…so bunt wie Berlin! In diversen Vorträgen, Sessions und Workshops greift sie unterschiedliche Themen auf, die Online-Marketing-Spezialisten aus allen Bereichen ansprechen. Für uns waren unter anderem das Thema E-Mail-Marketing sowie der Keynote-Vortrag „Die Kunst der digitalen Verführung“ besonders interessant.

Potenzial@E-Mail.Marketing

„Warum auf E-Mail-Marketing setzen, wenn die Zielgruppe mit Social Media flächendeckender und direkter angesprochen werden kann?“ Fragen wie diese zeigen, warum Social Media als direkte Konkurrenten des E-Mail-Marketing angesehen werden.

Doch wer seinen Posteingang einmal genauer anschaut, wird feststellen, dass die meisten Mails von Xing, Facebook & Co. selbst kommen – und der vermeintliche Konkurrent zum Beweis für die Relevanz des E-Mail-Marketing wird. Man möchte ausrufen „Mails für das Volk!“, doch ohne den König funktioniert das auf Dauer nicht.

Sie haben Post – mit Content!

Im E-Mail-Marketing können Werte innerhalb des eigenen Unternehmens aufgebaut und selbstbestimmt an die Empfänger weitergetragen werden. Anders als bei Social Media, wo sich nach fremdgesteuerten Algorithmen gerichtet werden muss.

Fehlt nur noch die nötige Attraktivität – und die entsteht eben durch guten und relevanten Content! Sei es beim Design, den redaktionellen Themen oder der Gestaltung der Anmeldemaske – wer Context schafft und den Empfänger direkt abholt, läuft mit seinen Mails nicht ins Leere.

Eine Mail, viele Beteiligte

Bei allem Bashing von Social Media – E-Mail-Marketing ist kein Selbstläufer, im Gegenteil: Es muss als Cross-Channel-Marketing verstanden werden! So sind Facebook Lead Ads beispielsweise die perfekte Werbefläche für den eigenen Newsletter. Und überall dort, wo Icons auf Social Media hinweisen, kann auch auf die E-Mail verwiesen werden.

Es zeigt sich, dass nahezu alle Marketing-Bereiche mit E-Mail-Marketing in Berührung kommen. Somit stellt es einen nicht zu vernachlässigenden Teil erfolgsversprechender Online-Strategien dar, der dem Empfänger seinen ganz persönlichen roten Teppich zu königlichen Inhalten ausrollt.

Die Kunst der digitalen Verführung

Leckeres Mittagsbuffet, Gewinnspiele, Textmarker in allen Farben des Regenbogens – die webinale verstand es, uns in ihren Bann zu ziehen. Wie genau das auch mit Websites gelingt, erfuhren wir bei einem der Keynote-Vorträge zur Kunst der digitalen Verführung.

Warum wir Seiten „bauen“

„Jeder von uns – ob Texter, Grafiker, Web-Entwickler oder was auch immer – ist der Architekt der Realität des Seitenbesuchers.“, war eines der prägnantesten Zitate dieses Vortrags. Diese Realität wird jedoch nicht nur geschaffen; wir müssen den Seitenbesucher auch durch diese „(ver)führen“.

Fragen wie „Leite ich mit meinem Tun, meinen Maßnahmen, meinem Design, meinen Texten die Aufmerksamkeit des Besuchers?“ oder „Erzeuge ich eine zielorientierte Realität?“ helfen dabei, diese Intention nicht aus den Augen zu verlieren.

Die Perspektive wechseln

Um der von uns erzeugten Architektur auch die bestmögliche Form zu geben, muss man verstehen, was Seitenbesucher antreibt – und was nicht. Der Vortrag „Was das Gehirn wirklich will – warum Menschen klicken und kaufen“ vermittelte diesbezüglich einen interessanten Einblick ins Neuromarketing.

Als Content-Marketing-Experten wissen wir natürlich, dass es Emotionen sind, die zum Kauf verführen, und eben nicht Features oder Preisvorteile. Neu war hingegen die Berücksichtigung verschiedener Persönlichkeitstypen.

So gibt es Menschen, die sich von einem Problem wegbewegen (Alter Laptop, daher neuer Laptop), und solche, die sich auf ihren Wunsch zubewegen (Neuer Laptop, weil geil). Gutes Website-Marketing versteht es letztlich, für beide Arten die richtigen Visuals, Texte, CTAs usw. auf der Seite unterzubringen.

„Ja“ zu „Nein“

Doch auch bei den besten Websites gilt: der Kunde ist und bleibt König. Und der ist wählerisch! Besonders Web-Shop-Betreiber sind daher an hohe Absprungraten gewöhnt.

Und so lehrte uns die webinale auch, mit Absagen von Website-Besuchern, also ihrem „Nein“ zur Conversion, umzugehen. Es hilft bereits, die Feinheiten der Nutzergruppe zu verstehen und beispielsweise ihre Sprache zu verwenden. Wer nach „Vorsorgemöglichkeiten“ sucht, sollte dieses Wort auf der Seite auch wiederfinden. Logisch, oder?

Es lebe der…?

Ja, er lebt noch! Was bei allen Vorträgen, die wir während der webinale hören durften, nämlich auffiel, ist die konstant starke Präsenz des Content-Themas. Content ist eben tatsächlich immer noch König, allerdings hat er seinen erhabenen Elfenbeinturm inzwischen verlassen. Er ist ein König der Massen, des Volkes geworden, der in verschiedensten Disziplinen zuhause und selbstverständlich geworden ist. Ein Mann zum Anfassen also. Wer braucht da noch Glanz und Glamour?

 



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