Helikopter oder Kran? Wir fliegen Kameradrohne!
Helikopter oder Kran? Wir fliegen Kameradrohne!

Helikopter oder Kran? Wir fliegen Kameradrohne!

Drohnen sind längst kein Spielzeug mehr: Sie gehören zur Medienwelt wie Kamera und Stativ. Die Multikopter heben Video- und Fotoaufnahmen durch maximale Bewegungsfreiheit auf ein neues Level. Wie Drohnen-Aufnahmen die Content-Welt bereichern und weshalb für die Kameradrohnen ein Kenntnisnachweis benötigt wird, erfahren Sie hier.

Veröffentlicht am 27.06.2019
von MARC PROBST

Kameradrohnen: Höhenflüge für Perspektivwechsel

Spannende Aufnahmen durch neue Blickwinkel

Eigentlich gehört die Drohne ins Tierreich: „Drohne“ bezeichnet männliche Bienen oder Hummeln und deren Brummgeräusch – zu niederdeutsch „drone“. Die korrekte Bezeichnung der ferngesteuerten Fluggeräte lautet „Unbemanntes Aerial System“ (UAS). Umgangssprachlich setzte sich der Begriff Drohne oder auch Quadrokopter bzw. Quadrocopter durch.

Klein, flexibel und mit Kameras ausgestattet ermöglichen spezielle Kameradrohnen Fotos und Videos aus verschiedenen Perspektiven. So entstehen relativ einfach und schnell spektakuläre Luftaufnahmen. Bis vor wenigen Jahren waren solche Aufnahmen sehr aufwendig, weitaus größere Fluggeräte wie Helikopter waren nötig. Das Equipment war teuer, der Personalaufwand verhältnismäßig hoch. Die Kosten waren für viele Produktionen nicht tragbar. Selbst einfach erhöhte Kamerafahrten mit einem Kamerakran erforderten teure und zeitintensive Aufbauten und waren durch ihre Höhenbegrenzung zusätzlich deutlich eingeschränkter, als es mit Drohnenfotografie der Fall ist. Heute benötigen wir neben unserer Kamera eine Drohne und sind startklar.

Moderne Drohnen sind schon lange kein Nischenprodukt mehr: Inzwischen werden selbst für große Hollywood-Produktionen Kameras mittels Drohne erfolgreich eingesetzt.

Pilot steuert Kameradrohne

Abgehoben: Hoch hinaus mit Kameradrohnen

Schneller, flexibler, präziser

Bezüglich Qualität und Auflösung sind Drohnen-Aufnahmen gleichwertig zu Aufnahmen aus einem Helikopter. Spezielle Video-Helikopter mit integrierter Gimbal-Kamera sind allerdings schwer zu buchen und zudem deutlich teurer. Bei Drohnen hängt die Kamera ebenfalls an einem Gimbal, das Verwacklungen und Windböen ausgleicht. Drohnen-Aufnahmen mit Gimbal ermöglichen ruckelfreie und flüssige Kamerafahrten mit höchster Präzision. Dabei sind die Einschränkungen geringer:

Gängige Kameradrohnen sind innerhalb weniger Minuten einsatzbereit und leicht zu transportieren. Drohnen benötigen nur eine kleine Start- und Landefläche – anders als etwa Helikopter. So eignet sich fast jeder Ort als Startpunkt für Drohnen. Auch geringe Höhen meistern Drohnen problemlos und bringen Kameras an ansonsten schwer zugängliche Orte. Da Drohnen ohne Treibstoff und vergleichsweise geräuscharm fliegen, bieten sie eine störungsfreie und umweltfreundliche Alternative zum Helikopter.

Drohnen greifen während des Flugs auf verschiedene Sensoren und Systeme zurück. Ihre genaue Position halten sie dabei durch das satellitengestützte System GPS. Mit Ultraschallsensoren ist eine zentimetergenaue Steuerung der Flugbahnen möglich.

 

Professionelle Kameradrohnen werden oft von zwei Personen gesteuert. Der Pilot ist für den Flug der Drohne zuständig, während sich eine zweite Person auf Aufnahmen und Kameraführung konzentriert. Eine detaillierte Planung und Absprache beider Personen ist dabei zwingend erforderlich – auch wegen der recht begrenzten Flugzeit. Im Schnitt dauern Drohnenflüge mit Kamera rund 20 Minuten mit einer Akkuladung.

 

Wer nun voller Elan selbst Drohnen samt Kamera fliegen lassen möchte, den müssen an dieser Stelle bremsen: Drohnenführung benötigt geschultes Personal mit Kenntnisnachweis.

Know-how statt Spielerei!

Rechtliches zur Kameradrohne

Kameradrohnen und ihr Einsatz unterliegen in Deutschland Gesetzen und Regeln. Je nach Gebiet sind Aufstiegsgenehmigungen nötig. Gerade bei Flügen über Privatgelände sind Genehmigungen erforderlich. Unabhängig von der Reichweite der Drohne gibt es Begrenzungen der erlaubten Flugweite.

Bildrechte, Privatsphäre, Flugbeschränkungsgebiete, Grundkenntnisse zur Aerodynamik und Meteorologie – wer Drohnen fliegen lassen will, muss für Drohnen ab 2 kg Gewicht eine Prüfung ablegen.

Aufnahme aus der Vogelperspektive

Für die kommerzielle Nutzung von Drohnen in Deutschland gilt:

  • Aufstiegserlaubnis nötig
  • Kennzeichnungspflicht ab 0,25 kg
  • Kenntnisnachweis ab 2 kg (gemäß § 21a Abs. 4 Satz 3 Nr. 2 der Luftverkehrs-Ordnung)
  • 5 kg maximales Abfluggewicht (25 kg mit Einzelaufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde)
  • 100 m maximale Flughöhe (höher mit Einzelaufstiegserlaubnis)
  • Flug nur in Sichtweite
  • Haftpflichtversicherung nötig

Optimierter Content durch Kameradrohnen

Spannende Aufnahmen brauchen gute Planung

Die Content-Welt hat sich stark gewandelt: Website User möchten nicht mehr nur informiert, sondern auch unterhalten und begeistert werden. Texte und Bilder bilden dafür die Basis. Um User mitzureißen, setzen wir auf Bewegtbilder und Drohnentechnologie. Dabei reicht es nicht aus, bloß Drohnenvideografie einzusetzen – Luftaufnahmen müssen sorgfältig geplant werden, um die gewünschte Qualität zu erzielen.

Für das Bauunternehmen H. F. Wiebe haben wir ein Videoprojekt mit Kameradrohnen umgesetzt. Mit einer Kombination aus Nahaufnahmen, Totale und Vogelperspektive erfassten wir Mitarbeiter, Gleise, Maschinenpark und Gebäude aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Aufnahmen kombinierten wir zu einem informativen und zugleich mitreißendem Imagefilm.

Hinter einem knapp zweiminütigen Video stecken ein ausgefeiltes Videokonzept und detaillierte Planung. Wir briefen alle Anwesenden, bauen die Ausrüstung auf, prüfen unsere Hardware und sichern Start- und Landezonen. Darüber hinaus inspizieren wir die Umgebung auf potenzielle Hindernisse und checken stets die Wetterverhältnisse.  

Doch die Planung lohnt sich:

Die Welt von oben

Kameradrohnen bereichern Foto- und Videografie!

Drohnenaufnahmen sind keine Zukunftsmusik, sondern mitten in der Medienwelt angekommen. Eine noch nie da gewesene Anzahl an Perspektiven wertet Filmaufnahmen deutlich auf. So erscheint mancher Ort in neuem und interessantem Licht – ideal für einen Wow-Effekt auf Ihrer Website.

Bei construktiv arbeiten wir vor allem mit der DJI Inspire 2. Kamera und Drohne werden unabhängig voneinander gesteuert, sodass besonders präzise Kamerafahrten möglich sind. Die Inspire 2 fliegt stabil und ermöglicht Aufnahmen in 5K.

Detailaufnahme der DJI Inspire II

INTERESSE GEWECKT?

Für weitere Informationen zum Thema Kameradrohnen, unserer Arbeitsweise und individuellen Angeboten können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

BJÖRN SCHNEIDER

Director Content & Website Marketing, Prokurist

0421 27867-239

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