Social Media Trends 2022
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BING SEO – überschätzt oder lohnenswert?

Google entwickelt seine Technik kontinuierlich weiter. Der Algorithmus der Suchmaschine versteht immer besser, worauf es User mit ihrer Suchanfrage abgesehen haben. Dadurch kommt es vermehrt zu sogenannten Zero Click Searches. Was es damit auf sich hat, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind und welche SEO-Maßnahmen nun in Frage kommen, erklären wir hier.

 

Veröffentlicht von
RONJA GRUBE

BING – MARKTANTEIL UND NUTZER

Bing-Marktanteil

Wenn es um den Marktanteil der bestehenden Suchmaschinen in Deutschland geht, ist Google mit rund 84 Prozent nach wie vor die unangefochtene Nummer eins. Doch gleich dahinter siedelt sich Bing mit rund 12 Prozent Marktanteil an.

 

Bei der zweitplatzierten Suchmaschine liegt der Fokus jedoch fast ausschließlich auf dem Desktop-Bereich. Betrachten wir den mobilen Marktanteil, ist Bing so gut wie gar nicht vertreten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass bei mobilen Android-Endgeräten Google standardmäßig voreingestellt ist und Apple entsprechend bezahlt wird, um im Safari-Browser angesiedelt zu sein.

 

Bing-User

Bing-User sind im Vergleich zu Google-Nutzer:innen zahlungskräftiger und haben einen höheren Bildungsgrad. Außerdem können 20 Prozent einen Universitätsabschluss vorweisen. Aufgrund der engen Verzahnung von Bing und Windows 10 nutzt eine große Anzahl der Bing-User die Suchmaschine am Arbeits-PC, wodurch sie in der Regel qualifiziertere Suchanfragen stellen – mit Fokus auf den B2B-Bereich.

 

DIE RELEVANTESTEN RANKING-FAKTOREN FÜR BING

KAUM UNTERSCHIEDE ZWISCHEN BING UND GOOGLE

Vorab gesagt: Die Ranking-Faktoren von Bing und Google unterscheiden sich kaum. In den neuen Webmaster Guidelines (Stand 2020) hat Bing die relevantesten Ranking-Faktoren überarbeitet und aufgelistet:

Relevanz

Genau wie bei Google spielt auch bei Bing die Relevanz der Suchanfrage eine immense Rolle. Die User-Intention steht also auch hier im Vordergrund, sodass Landingpages mit den passendsten Inhalten ausgespielt werden. Bing zieht neben matchenden Keywords vor allem auch Linktexte, Synonyme und Semantik bei der Analyse von passenden Suchergebnissen in Betracht.

 

Der Algorithmus ist bei Bing allerdings noch nicht so stark ausgefeilt wie bei Google, sodass die Keyword-Dichte und exakte Suchbegriffe hier eine etwas größere Rolle spielen. Jedoch verbessert auch Bing stets seinen Algorithmus, um die „umfassendsten, relevantesten und nützlichsten Suchergebnisse“ zu liefern.

Qualität und Glaubwürdigkeit

Hier spielen sowohl die Reputation einer Website als auch die Glaubwürdigkeit der Autor:innen eine wesentliche Rolle. Seiten mit Verweisen und Datenquellen werden in der Regel höher eingestuft als Seiten ohne Quellenangaben. Auch das Thema Netiquette wird bei Bing großgeschrieben, sodass Seiten mit unangebrachter Sprache oder Statements abgewertet werden.

Aktualität

Websites mit aktuellen Inhalten werden gegenüber veraltetem Content bevorzugt. Die Devise lautet hier: Qualität statt Quantität. In diesem Sinne sollten Betreiber:innen die Informationen auf ihrer Website regelmäßig aktualisieren, anstatt immer mehr neue URLs mit Inhalten zu erzeugen.

Nutzer:innensignale und -zufriedenheit

Während Bing die Nutzer:innensignale und -zufriedenheit als relevant ansieht, sind diese Signale für Google eher ein indirekter Ranking-Faktor. Zum User Engagement zählen für Bing vor allem die Verweildauer sowie die Klick- und Absprungrate einer Website.

Ort

Die Suchmaschine zieht sowohl den Aufenthaltsort der User (Land und Stadt) als auch den Hosting-Standort für das Bing-Ranking in Betracht.

Ladezeit

Ähnlich wie bei Google spielt auch die Ladezeit einer Seite für das Ranking in den Bing-Suchergebnissen eine wichtige Rolle. Page Speed sollte allerdings in Relation zu der User Experience stehen: Eine Seite mit Top-Ladezeit, aber ohne inhaltliche Überzeugungskraft hat auch bei Bing in der Regel keine Chance auf ein gutes Ranking. Generell hat die Ladezeit im Vergleich zu den oben genannten Ranking-Faktoren jedoch eher einen geringeren Einfluss auf eine gute Platzierung in den SERPs.

 

SEO FÜR BING

Wer für Google optimiert, ist in der Regel auch in anderen Suchmaschinen gut aufgestellt. Je nach Zielgruppe kann jedoch auch ein Blick auf eine gezielte Optimierung für Bing von Vorteil sein. Über Google Analytics lässt sich beispielsweise ebenfalls gut erkennen, wie viel Traffic über Bing generiert wird und ob sich eine Optimierung für die Microsoft-Suchmaschine insofern lohnt.

Die SERPs

In der Regel funktioniert die Suchmaschinenoptimierung genauso wie bei Google. Die Suchergebnisse sind ebenfalls ähnlich und auch Bing hat Features wie beispielsweise den Knowledge Panel, Direct Answers und Rich Snippets. Die SERPs sind bei Bing jedoch im Vergleich etwas länger, sodass Website-Betreiber:innen die Description umfangreicher gestalten können.

Keywords

Bei Bing spielt die genaue Keyword-Übereinstimmung eine stärkere Rolle als bei Google. Relevante Suchbegriffe in den Überschriften, Texten und Metadaten erhöhen die Chance auf mehr Sichtbarkeit.

Local SEO: Bing Places

Das Pendent zu Google My Business ist Bing Places. Auch hier können Inhaber:innen diverse Informationen zu ihrem lokalen Standort verwalten. Sind bereits Standorte in Google My Business hinterlegt, lassen sich diese innerhalb von Bing Places einfach synchronisieren, was viel Zeit und Arbeit spart. Ansonsten besteht jedoch auch innerhalb von Bing Places die Möglichkeit, eine große Anzahl von Standorten per Bulk Upload hinzuzufügen.

Offpage: Backlinks & Social Media

Sowohl Backlinks als auch Social-Media-Signale sind wichtige Rankingfaktoren. Aktivitäten auf sozialen Kanälen sowie entsprechende Website-Verweise können sich positiv auf das Ranking bei Bing auswirken.

Bing Webmaster Tools

Ähnlich wie die Google Search Console bieten die Bing Webmaster Tools eine gute Möglichkeit, die Performance und den Optimierungsgrad einer Webseite im Blick zu behalten. Hierzu kann die Domain ganz einfach für die Suchmaschine angemeldet und das Crawling gestartet werden.

 

Tipp: Neben den Bing Webmaster Tools gibt es auch ein praktisches Bing Mobile Friendliness Tool und einen Bing Website Markup Validator.

 

Fazit

JE NACH ZIELGRUPPE KANN SICH EINE OPTIMIERUNG FÜR BING LOHNEN

Generell gilt: Wer für Google optimiert, steigert auch die Chancen auf ein hohes Bing-Ranking, da die zugrunde liegenden Kriterien ähnlich sind. Mit Blick auf die Zielgruppe kann es sich jedoch lohnen, sich einmal genauer mit der präzisen Optimierung für Bing zu beschäftigen.

 

Wie viel Traffic über die Microsoft-Suchmaschine entsteht, können Website-Betreiber:innen über Google Analytics einsehen. Wenn die Zahlen überzeugen und die desktopaffine Zielgruppe die Suchmaschine primär am Arbeitsplatz nutzt (v. a. im B2B-Bereich), kann sich eine Optimierung für Bing durchaus lohnen.

 

INTERESSE GEWECKT?

Für weitere Informationen zum Thema Zero Click Searches oder unserer Arbeitsweise und individuellen Angeboten, können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

OLIVER DAHM

Teamleiter SEO

0421 27867-18

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