Mit Facebook-Gruppen wieder mehr Reichweite
Mit Facebook-Gruppen wieder mehr Reichweite

Facebook-Gruppen und ihr Potenzial im Marketingmix

Welche Möglichkeiten bieten Facebook-Gruppen und wie können sie sinnvoll im Social Media Marketing eingesetzt werden? Wir erklären, wie Marketing in den Gruppen funktioniert, für wen sie sinnvoll sind und geben Tipps für das Erstellen und Pflegen erfolgreicher Facebook-Gruppen.

Veröffentlicht von
MARTYNA USKE

Was sind Facebook-Gruppen?

Interessen austauschen, gemeinsam planen, kaufen und verkaufen

Es gibt über eine Milliarde Gruppen auf Facebook. Sie dienen dem Austausch gemeinsamer Interessen, der Vernetzung von Gemeinschaften, als Diskussionsplattform für aktuelle Themen und als Portale für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen. So können sich dort Freundeskreise über die nächste gemeinsame Unternehmung abstimmen, Fans von Fernsehsendungen über die neueste Folge austauschen oder Mütter die zu klein gewordenen Fahrräder ihrer Kinder verkaufen. Die zunächst für die private Kommunikation gedachten Facebook-Gruppen haben vor einiger Zeit ein Upgrade erhalten, sodass nun auch Unternehmen mitmischen.

In welcher Form Facebook-Gruppen für Unternehmen relevant sind und wie sie diese Gruppen optimal für sich nutzen, stellen wir hier vor.

Wie funktionieren Facebook-Gruppen?

Hier treffen sich Gleichgesinnte in geschützten Räumen

Das Prinzip einer Facebook-Gruppe ähnelt dem einer Facebook-Seite: Auch in Facebook-Gruppen kann Content verschiedenster Art platziert werden. Fotos, Videos, Live-Videos und Stories sind möglich. Neben einigen Extra-Funktionen wie dem Bereitstellen von Dokumenten zum Download oder einem Umfrage-Tool ist das Besondere an ihnen jedoch der geschützte Raum, der den Mitgliedern geboten wird. In einer Gruppe können sich User sicher sein, dass sie sich unter Gleichgesinnten befinden. Zwar können Gruppen auch offen für alle Facebook-Nutzer zugänglich sein, jedoch erfreuen sich geschlossene oder sogar geheime Gruppen größerer Beliebtheit. Hier muss jedes neue Mitglied, je nach Einstellung, von einem Administrator oder einem anderen Mitglied genehmigt werden. Für das höchste Maß an Exklusivität gibt es sogar die Möglichkeit eines kleinen Fragebogens für Anwerber.

Darstellung verschiedener Facebook-Gruppen

Vier Gründe für Unternehmen, in Facebook-Gruppen aktiv zu sein

Organische Reichweite und hohes Engagement

1. Reichweite

Im Vergleich zum Facebook News Feed werden in Facebook-Gruppen sehr hohe Reichweiten gemessen. Besonders organisch kann man dort viele User der eigenen Zielgruppe erreichen. Auch die Interaktionsraten sind in Gruppen hoch, da sich dort User aufhalten, die zum jeweiligen Thema eine Meinung oder zumindest eine Verbindung haben.

Der soziale Faktor von Facebook-Gruppen ist ein weiterer Vorteil: Jeder Facebook-Nutzer hat durchschnittlich 245 Freunde, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnliche Interessen haben. Diese potenziellen Interessenten erhalten Einladungen von Freunden, werden informiert, wenn ihre Freunde mit Facebook-Gruppen interagieren und werden mittels Freunde-Targeting erreicht – und das mit wenig bis gar keinem Aufwand für die Gruppen-Betreiber.

Je nach Einstellung bekommen Gruppenmitglieder bei neuen Gruppenbeiträgen eine Push Notification: Die Sichtbarkeit des Contents steigt.

Facebook-Gruppen erscheinen in den Suchergebnissen und in der Übersicht der eigenen Gruppen gibt es eine Entdecken-Funktion für verwandte Themen.

 

2. Einladungen

Erstellen Unternehmen oder Facebook-Seiten eine Gruppe, können bereits beim Anlegen bestehende Fans und andere Personen hinzugefügt werden. So , die bereits Interesse für das eigene Thema gezeigt haben. Wichtig ist hierbei, einen Unterschied zur Facebook-Seite klarzustellen, die Fans mit Exklusivität zu locken und Nischen zu besetzen.

 

3. Produktplatzierungen

Facebook-Gruppen bieten den Typus „Kauf und Verkauf“ an. Mitglieder platzieren Produkte, welche Nutzer wie in einer Wunschliste speichern. Auch in der Suchfunktion der Gruppe tauchen die Produkte auf. Die „Verkauft“-Funktion für ausverkaufte Produkte betont darüber hinaus eine gewisse Exklusivität. Verkauft ein Unternehmen auf Facebook keine Produkte, ist die Funktion trotzdem wertvoll, etwa für einmalige Verkaufskampagnen oder Zusatzprodukte wie Unternehmens-Merchandise und E-Books.

 

4. Möglichkeiten

Unternehmen, die auf Facebook aktiv sind und dort regelmäßig Content präsentieren, können Facebook-Gruppen sinnvoll in ihren Social-Media-Marketingmix einbinden. Gruppen können beispielsweise als Umfrage-Tool für Meinungen und Sentiments eingesetzt werden. Auch Werbeanzeigen für Gruppen sind möglich.
Die beliebtesten Themen in Facebook-Gruppen sind aktuell Essen und Ernährung, Beauty und der lokale Austausch (Ausgehtipps, WG-Gesuche, etc.). Hat ein Unternehmen keine Kapazitäten für eine eigene Facebook-Gruppe, kann es themenverwandten Gruppen beitreten und dort den eigenen Content einfließen lassen. Hier ist „um die Ecke denken“ gefragt! So könnte ein Fast-Food-Unternehmen etwa in einer Low-Carb-Gruppe eine Idee für den nächsten Cheat Day posten oder eine Buchhandlung in einer Reisegruppe einen Vorschlag für die nächste Urlaubslektüre.

Profitipps für erfolgreiche Facebook-Gruppen

Nur eine gepflegte Gruppe ist eine gute Gruppe

  • Safety first: Auch in Facebook-Gruppen ist ein Impressum Pflicht, sofern sie von Unternehmen geführt werden. Wir empfehlen weiterhin, einen Beitrag mit den wichtigsten Infos zu erstellen und diesen oben zu fixieren. So hat jedes neue Gruppenmitglied direkt im Blick, wozu die Gruppe dient. Es gibt zusätzlich noch die Möglichkeit, einen Regelkatalog zu hinterlegen, auf den sich Administratoren bei Regelverstößen beziehen können.
  • Ebenfalls sollte der aktuellste Unternehmensbeitrag oben fixiert werden, sofern alle Gruppenmitglieder zum Posten von Beiträgen berechtigt sind. Es ist zwar möglich, diese Funktion auszustellen oder auf Moderation umzustellen, doch dient es einem aktiven Austausch, wenn jeder User die Möglichkeit hat, sich am Gruppen-Content zu beteiligen.
Darstellung verschiedener Facebook-Gruppen

Erste Schritte

  • Die Pflege der Gruppenbeschreibungen und -einstellungen ist ausschlaggebend. Bestenfalls ist das Thema der Gruppe bereits im Namen deutlich erkennbar und auch hier schon vom Nischendenken geprägt. So können Unternehmen z.B. eine Gruppe nur zu ihrem Verkaufsschlager gründen, selbst wenn später andere Produkte ebenfalls thematisiert werden.
    Täglich werden 1,5 Milliarden Suchanfragen auf Facebook gestellt. Damit die eigene Gruppe in den Suchergebnissen auftaucht, empfiehlt sich eine intensive Auseinandersetzung mit Tags. Diese können in einer Facebook-Gruppe leider nicht frei eingestellt werden, sind aber sehr wichtig für Facebook SEO. Hier spielt ebenfalls der Gruppenname eine Rolle, der lieber zu lang als zu kurz sein und einige Keywords enthalten sollte.
    Der Standort einer Gruppe kann lokalen Unternehmen einen Vorteil bieten, da die Gruppe dann Usern in der Nähe bevorzugt angezeigt wird.

Gruppencontent

  • Ist eine Facebook-Gruppe erstellt, ist ihre kontinuierliche Pflege obligatorisch. Neben regelmäßigen Content-Beiträgen liegt der Fokus der Administratoren auf Monitoring und Community Management, um die Diskussionen in die gewünschte Richtung zu lenken.
    Um Interaktionen zu generieren, wird die Community aktiv in die Gruppe eingebunden: etwa mit Fragen, Umfragen und Aufforderungen an die Mitglieder, Videos oder Fotos zu teilen. Darüber hinaus sind Anreize wie Gewinnspiele und exklusive Coupons hilfreiche Instrumente zur Steigerung des User Engagements und für den Wachstum der Community.
  • Facebook-Veranstaltungen sind innerhalb der Plattform nach wie vor sehr beliebt. Gruppen können ebenso Veranstaltungen erstellen und haben den Vorteil, dass alle Mitglieder der Gruppe automatisch zu diesen Events eingeladen werden. Unternehmen können hier kreativ werden und ebenfalls Veranstaltungen zu Produktneuheiten und Jubiläen erstellen – und nicht nur zu reellen Happenings.

Funktionen nutzen

  • Innerhalb des Facebook-Universums haben sich mittlerweile „Powered by“ Gruppen etabliert, bei denen Unternehmen als Sponsoren freier Interessensgruppen Unternehmen stellen dann beispielsweise das Titelbild und fixieren ihren Content oben, spielen aber darüber hinaus keine entscheidende Rolle in der Gruppe. Wichtig ist hierbei der thematische Bezug! So sponsort ein Immobilienportal eine Gruppe für Wohnungssuchende und bewirbt im Austausch die Beiträge der Gruppe, um so ihr Wachstum und ihren Bekanntheitsgrad zu steigern.
  • Influencer-Kampagnen funktionieren auch in Facebook-Gruppen. Kooperiert ein Unternehmen mit Influencern, kann es sinnvoll sein, wenn diese einschlägigen Facebook-Gruppen beitreten und dort die Inhalte verbreiten. In der unternehmenseigenen Gruppe posten Influencer weiterhin exklusiven Content wie Stories oder Live-Videos.

Fazit

Nische finden und Potenziale nutzen

Wer seiner Social-Media-Strategie das gewisse Extra verleihen möchte, sollte ein Engagement in Facebook-Gruppen in Erwägung ziehen. Sind die Ressourcen für eine eigene Gruppe nicht gegeben, können Unternehmen in bereits bestehenden Gruppen mitmischen, ihre Inhalte dort platzieren oder als Experten zum Thema der Gruppe fungieren.

 

Eine vom Unternehmen geführte Facebook-Gruppe bietet große Möglichkeiten für Reichweiten- und Engagement-Steigerung. Um die Chancen und Möglichkeiten der Gruppen voll auszunutzen, eignen sich Umfragen, Verkaufsfunktion sowie exklusive Inhalte und Angebote. Die aktive Pflege der Community ist hier ausschlaggebend: Nur dann entfalten Facebook-Gruppen im Social-Media-Marketingmix ihr Potenzial.

 

Wie es scheint, sieht Facebook in Gruppen einen Grundstein seiner Zukunft: Es werden regelmäßig neue Funktionen und Features ausgerollt – auf diesen Zug sollten Unternehmen aufspringen.

INTERESSE GEWECKT?

Für weitere Informationen zum Thema Facebook-Gruppen, unserer Arbeitsweise und individuellen Angeboten, können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

CHRISTIAN PANSCH

Director Social Media & Prokurist

0421 27867-260

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