Produktfotografie – vor und hinter unserer Kamera
Produktfotografie – vor und hinter unserer Kamera

Produktfotografie – vor und hinter unserer Kamera

Das Thema steht – aber wie wird das Produkt inszeniert? Visuals für Instagram, Facebook & Co. brauchen Planung, entsprechendes Equipment und Requisiten. Dann heißt es: anordnen, aufbauen, arrangieren! Wir zeigen euch, wie man es richtig macht.

Für verschiedenste Aufnahmen lohnt es sich, Tageslicht zu nutzen – das ist hilfreich, um der Fotografie eine authentische Präsenz zu geben. Wir lieben Authentizität! Falls nötig, können künstliche Lichter für eine wirkungsvolle Ausstrahlung ergänzt werden.

Um die gleiche Position und Perspektive bei mehreren Fotos beizubehalten, ist ein Stativ essenziell. Wir verwenden zusätzlich Selbstauslöser: Das verhindert Bewegung im Bild, die durch Bedienen des Auslösers am Kameragehäuse verursacht werden kann.

Veröffentlicht am 04.07.2019
von JIL VIVIAN PETERS

Alles auf einen Blick & die Liebe zum Detail

FLATLAY – das Trendmotiv

Für Flatlays – Bilder aus der Vogelperspektive – ist die Komposition der Elemente maßgebend. Mit Augenmerk auf den Untergrund und wesentlicher Lichtgebung ist es nicht unbedingt eine natürliche Situation, sondern eher eine präzise und oft direktere Form der Darstellung.

 

Der Aufbau und die Dekoration werden form- und farblich auf das Produkt abgestimmt. Stilgerechte Requisiten und Hilfsmittel wie hier im ersten Beispiel zu sehen – Kakaopulver und Kaffeebohnen – werden entsprechend platziert. Ein passender, sich vom Produkt eher abhebender Untergrund wird gewählt. Bei Studioaufnahmen wird das Blitzlicht gegen die Decke geworfen, um eine große Lichtquelle mit diffusem Licht zu erhalten. Die anschließende Bildbearbeitung enthält oftmals ergänzende Kontrasteinstellungen und eventuell farbliche Anpassungen. In den meisten Fällen ist nur minimales Retuschieren nötig, etwa von störenden Spiegelungen der eingesetzten Lichter in glatten oder glänzenden Oberflächen.

Close-up – Produkte im Fokus

Bei der Objektivauswahl gibt es keine Kompromisse – der Einsatz des Makroobjektivs ist bedeutend. Der Hintergrund wird sehr unscharf und bringt, wie gewünscht, das primäre Produkt als Hauptaugenmerk in den Vordergrund der Aufnahme. Eine Mischung aus einfacher ästhetischer Abbildung und expliziter Veranschaulichung der Besonderheiten und Merkmale des Produktes.

Feel free and dive into the illusion

Photoshop – unser Freund und Helfer

Für Fotos von Produkten, die in der Nachbearbeitung als Freisteller dienen, ist die Aufnahme in einem eingerichteten Fotostudio mit professioneller Studioausrüstung und verschiedenen Lichtquellen sowie Standblitzen wichtig. Hier werden schlichte Hintergründe eingesetzt. Dies ist nützlich für cleane Fotos, wie zum Beispiel die Aufnahmen, die wir für unseren Kunden keeeper GmbH erstellen. Oftmals werden diese Freisteller in ein vorhandenes Stockbild, etwa eine bestimmte Szenerie integriert. Die anschließende Nachbearbeitung ist etwas aufwendiger.

Das Arbeiten mit bereits bestehenden Stockbilder aus verschiedenen Stockbildagenturen (free or commercial use) ist hilfreich für Motive, die wir nicht ganz so einfach mit unseren Hausmitteln darstellen können. Dies sind oftmals Szenen in Locations, die in dem Umfang oder in der dafür aufzuwendenden Zeit nicht realisierbar zu shooten sind. Es sind quasi kleine Helferlein, die ebenso professionell und themengerecht das Produkt des Kunden darstellen.

Beispiel gefällig? Hier kommen einige Bildbearbeitungen, die gar nicht nach „gephotoshopten“ Bildkompositionen aussehen – und genauso soll es sein!

 

Der erste Schritt: die Bildrecherche zum Thema Aufbewahrungsmöglichkeiten. Für die Umsetzung der Fotografien müssen die Lichtverhältnisse des Stockbildmaterials beachtet werden – denn für eine authentische Abbildung müssen auf den zu shootenden Produktbildern die gleichen Verhältnisse herrschen! Mit entsprechenden Blitz- und Lichtaufbauten stellen wir diese nach. Wenn im Stockbild die Lichtquelle rechts sitzt, muss dies auf das Produktfoto übertragen werden. Bei der anschließenden Montage ist es wichtig, den Schatten manuell nachzustellen und falls nötig minimale perspektivische Anpassungen vorzunehmen.

Placeable things

Bis ins letzte Detail

Produktszenarien können ebenso in Form einer Location-Fotografie erstellt werden. Hierbei wird ein passender Arbeitsbereich für die kreative Entfaltung ausgewählt. Dies kann, wie bei der Ausführung unseres eintägigen Fotoshootings für unseren Kunden Delta Pronatura – Dr. Theo Krauss, eine geeignete, stilgerechte Wohnung sein. Die Location wird zum Fotostudio! Dabei steht neben dem abgebildeten Produkt verstärkt auch das Interieur und die Gestaltung der Umgebung im Fokus. Um Szenenaufnahmen zu optimieren, stehen Hilfsmittel und Requisiten wie Vasen, Stoffe, Pflanzen, Gläser, Hinter- und Untergründe in großer Vielfalt und Auswahl zur Verfügung. 

Das Produkt im Mittelpunkt

So behält der Betrachter das relevante garantiert im Gedächtnis

Im Fokus der Produktfotografie steht das Produkt. Um die Identifizierung des Betrachters mit dem Produkt zu gewährleisten, wird das Produkt in einem authentischen, natürlichen und nachvollziehbaren Kontext dargestellt. Dabei erfordern unterschiedliche Motive unterschiedliche Techniken, damit das Gesamtergebnis den Betrachter überzeugt. So gelangen Produkte und damit verbundene Botschaften rund um das Produkt oder die Marke leichter ins Bewusstsein potentieller Käufer. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit des Teilens in digitalen Kanälen bei ansprechenden Inszenierungen deutlich höher – ein weiterer Vorteil für das abgebildete Produkt.

INTERESSE GEWECKT?

Für weitere Informationen zum Thema Produktfotografie, unserer Arbeitsweise und individuellen Angeboten können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

CHRISTIAN PANSCH

Director Social Media & Prokurist

0421 27867-260

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