Social Recruiting: Mitarbeiter im Social Web finden
Social Recruiting: Mitarbeiter im Social Web finden

Social Recruiting: Mitarbeiter im Social Web finden

Neue Mitarbeiter über soziale Netzwerke? Was vor einigen Jahren noch undenkbar war, ist heute erfolgreiche Realität: Beim Social Recruiting werden Daten aus sozialen Netzwerken genutzt, um Werbemaßnahmen von Arbeitgebern und Personalvermittlern zielgerichtet zu positionieren.

 

Die Inhalte dieser Werbemaßnahmen werden nach den Interessen der Zielpersonen ausgerichtet – entweder über direktes Anschreiben potenzieller Kandidaten (Social Distribution) oder über passiv eingeblendete Werbeanzeigen (Internet Sourcing/Social Profiling).

Veröffentlicht von
YANNIK STERN

WER SUCHT, DER FINDET

FACHKRÄFTE ONLINE WERBEN

Personalbeschaffung kann eine aufwendige und zeitfressende Arbeit sein. Soziale Netzwerke können dabei aber einiges an Zeit und Nerven sparen! Welche Plattform letztendlich geeignet ist, hängt von der Art des Jobs ab: Das Recruiting folgt je nach Branche, Unternehmen, Dringlichkeit und Zielsetzung unterschiedlichen Konzepten.

 

Grundsätzlich gilt: Je ausgefallener und kreativer der Job, desto lockerer das Format! Facebook und Instagram sind insgesamt etwas formloser, eignen sich daher aber auch nicht für alle Berufsrichtungen. Hier kommen zum Beispiel XING und LinkedIn ins Spiel! Bewerben Sie Ihre Beiträge und Stellenanzeigen immer mit zusätzlichem Mediabudget – so lohnt sich die investierte Arbeit noch mehr. Durch ein ausgefuchstes Social-Recruiting-Konzept finden Sie so genau die Fachkräfte, nach denen Sie suchen!

Darstellung einer Suchmaske für das Finden von Mitarbeitern

FACEBOOK

MINIMALER INPUT, MAXIMALER OUTPUT, HOHE REICHWEITE

Neben der privaten Nutzung trumpft Facebook ebenso in karrieretechnischer Hinsicht durch hohe Relevanz und enorme Reichweite auf. Stellenanzeigen werden mit der kostenlosen Funktion „Facebook Jobs“ geschaltet. Sie tauchen als Beitrag im Feed derjenigen User auf, die die verknüpfte Seite mit „gefällt mir“ markiert haben. Damit diese Funktion wirksam ist, muss die Seite genügend relevante Follower aufweisen – bestenfalls Fachkräfte.

 

Um die Reichweite zu erhöhen und auch User zu erreichen, die eine Seite noch nicht mit „gefällt mir“ markiert haben, bietet Facebook kostenpflichtige Ads an. Durch die vorerst breite Streuung der Anzeigen erreichen Sie höchstwahrscheinlich auch einige Bewerber, die nicht hundertprozentig zum Unternehmen passen oder die aktuell gar nicht auf Jobsuche sind. Hier heißt es dann aussortieren oder noch besser: Targeting-Parameter nach regelmäßigem Monitoring adaptieren, um die künftigen Ergebnisse zu optimieren.

 

Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Facebook Recruiting ist eine leicht aufzufindende Facebook Unternehmensseite, die mit dem Tab „Jobs“ ausgestattet ist. Dort sind alle aktuell ausgeschriebenen Stellen mit Verweis auf die Website aufgelistet. Diese Seite dient auch als Landingpage für geschaltete Ads.

INSTAGRAM

DER PARADIESVOGEL UNTER DEN RECRUITING-KANÄLEN

Sie suchen nach Azubis und jungen Kreativen? Vom Altersschnitt her ist Instagram genau richtig! Die bunte und vielfältige Foto- und Videoplattform ist beliebter denn je – vor allem bei einer vergleichsweise jungen Zielgruppe. Daran orientiert sich die Erstellung von Beiträgen für die Plattform: Bunter und dynamischer Content erhöht die Wahrscheinlichkeit, im Feed der Follower und im Explore-Bereich aufzufallen.

 

Eine vergleichbare Funktion wie „Facebook Jobs“ bietet Instagram für Unternehmen aktuell nicht an (Stand: August 2019). Sie können jedoch auch hier Ads mit zusätzlichem Mediabudget schalten (Foto-Post und Video-Post, auch Stories) und durch smart ausgerichtete Parameter wie mit einem großen Fischernetz einen noch größeren Fang machen.

 

Insgesamt gilt: Je kreativer die ausgeschriebene Stelle, desto leichter das Recruiting über Instagram. Erkennen sich die User im Content wieder, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich potenzielle Mitarbeiter melden.

Instagram-Icon mit Paradiesvogel-Flügeln

DA WERBEN, WO ANDERE CHILLEN

VOR- UND NACHTEILE DER KLASSISCHEN SOCIAL-KANÄLE ZUSAMMENGEFASST

Pro:

 

  1. Was kostenlos ist, schadet grundsätzlich erst einmal nicht! Nutzen Sie auf kostenloser Basis jede Möglichkeit, Bewerber zu erreichen.
  2. User bewegen sich nicht unbedingt regelmäßig auf der Unternehmenswebsite, wohingegen sie oft mehrmals täglich durch ihren Feed scrollen. Social Recruiting spricht so latent suchende Bewerber an, denen das Unternehmen bereits „gefällt“ – sie haben also womöglich Interesse an einer Zusammenarbeit.

Kontra:

 

  1. Nur, wenn ein Bewerber Fan der Facebook-Unternehmensseite ist oder aktiv unter dem Tab „Jobs“ nach einer Stelle sucht, besteht die Chance, dass er die Stelle sieht. Eine kostenpflichtige Job-Anzeige erscheint jedoch auch noch im Stream, sodass Interessenten auch auf diesem Weg von der Stelle erfahren können.
  2. Facebook Jobs bietet keine Möglichkeit, auf die Karriere-Website zu verlinken. Jobsuchende bewerben sich direkt über das Facebook-Jobportal. Bei den meisten Unternehmen sollen sich Jobsuchende jedoch direkt über ein Formular auf deren Karriereportal bewerben. Mit einem entsprechenden Vermerk in der Stellenanzeige kann das leicht umgangen werden.

Der Vollständigkeit halber sind hier im Anschluss noch weitere Netzwerke zu nennen, die im weitesten Sinne Social-Charakter vorweisen, aber durch ihre Natur noch konkreter auf Netzwerken und Recruiting ausgerichtet sind.

XING

MUST-HAVE IN DEUTSCHLAND

XING ist als deutschsprachiges Karrierenetzwerk mit Social-Media-Charakter für das Social Recruiting von ebenso hoher Bedeutung wie die bereits genannten Kanäle. Ursprünglich für die Vernetzung deutscher Unternehmen gedacht, sind unter den Usern mittlerweile auch viele Arbeitnehmer. Das Portal hat dadurch in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und verzeichnet aktuell rund 15 Millionen Mitglieder (Stand; August 2019).

 

Für Social Recruiting im D-A-CH Bereich gehört ein XING-Unternehmensprofil dementsprechend zum absoluten Standard, um eine Basis-Sichtbarkeit im Social Web zu erreichen. Darüber hinaus bietet XING die Möglichkeit, (kostenpflichtige) Stellenanzeigen zu schalten, die den Usern ganz oben, also direkt unter den Neuigkeiten angezeigt werden. Mit Ads können diese noch weiter gepusht werden.

 

Ein unternehmenseigenes, aussagekräftiges Profil ist auch hier sehr wichtig. Neben einer kostenfreien Mitgliedschaft sind erweiterte Funktionen durch diverse Premium-Mitgliedschaften erhältlich, die vor allem für Social Recruiting relevant sind. Als Recruiter mit einem Premium Profil haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, durch erweiterte Suchfunktionen zukünftige Mitarbeiter einfacher zu finden, deren Profil vollständig ansehen zu können und diese bei Interesse direkt anzuschreiben, sprich Active Sourcing zu betreiben. Der XING-Talentmanager schafft zu jeder Zeit den Überblick über potenzielle Kandidaten – auch bei Recruiting-Tätigkeiten im Team. Wer spannende Kandidaten abspeichern und einen eigenen Talent-Pool aufbauen möchte, nutzt den XING Talent-Pool-Manager.

LINKEDIN

ÜBER DEUTSCHE GRENZEN HINAUS

LinkedIn ist ebenfalls eine Plattform zur geschäftlichen Vernetzung, im Gegensatz zu XING jedoch internationaler ausgerichtet. Je nach Branche und gesuchten Fachkräften kann Englisch als Kommunikationssprache hier deshalb Standard sein. Für den deutschsprachigen Bereich kann sie ebenso spannend sein: Immerhin hat LinkedIn in den vergangenen Jahren hierzulande stark an Bedeutung gewonnen. So konnte die Plattform zu Beginn von 2019 in der D-A-CH Region fast 13 Millionen Nutzer verzeichnen, weltweit sogar über 610 Millionen.

 

Diesem Portal lässt sich vor allem durch die vielfältigen Funktionen ein noch größerer Netzwerkcharakter zuschreiben: Über verschiedenste Wege können User networken, Mitglieder empfehlen und Gruppen gründen, aber auch einfache Feed-Beiträge verfassen, liken, kommentieren und teilen. LinkedIn bietet ebenso die Möglichkeit, Ads zu schalten, um Beiträge und Jobanzeigen hervorzuheben. So lohnt sich der Aufwand, eine Stellenanzeige zu erstellen, noch mehr.

Visitenkarten mit Social-Web Icons in einer Geldbörse

Auf LinkedIn hat der Nutzer ebenso die Wahl zwischen Basis- und diversen Premium-Angeboten. Letztere öffnen weitere Türen für das Social Recruiting: So ist es möglich, Kontakte vierten oder höheren Grades zu erreichen, Karriereseiten um noch mehr User zu erreichen. Mit dem LinkedIn Recruiter haben Sie abrundend ein Werkzeug zur Hand, mit dem Sie Ihr Social Recruiting optimal managen können.

FAZIT

DIE MISCHUNG MACHT‘S

Social Recruiting bietet viele einfache, aber wirksame Mittel, um genau die Mitarbeiter zu finden, die Sie suchen! Mit diesen Tipps steht Ihrem Next Level Recruiting nichts mehr im Weg:

 

  • In der Branche hervorstechen.
  • Alle Social-Media-Profile verlinken.
  • Stellenanzeigen aktuell halten.
  • Anzeigen auf den für die Zielgruppe relevanten Social-Media-Portalen verbreiten.
  • Auf sämtlichen Kanälen regelmäßig das Nachrichtenfach überprüfen.

 

Sich allein auf Social Recruiting zu verlassen, kann sich als schwierig erweisen. Das heißt: Behalten Sie parallel zum Social Recruiting weiterhin die klassischen Wege des Recruitings im Blick. Insgesamt bringt eine Mischung aus klassischem und Social Recruiting den größten Mehrwert! Mit einer Recruiting-Strategie, die sich konkret an dem Unternehmen, der Strategie und dem Bedarf orientiert, starten Sie voll durch!

INTERESSE GEWECKT?

Interessiert? Wir beraten Sie gerne zu den vielfältigen Social-Recruiting-Chancen über Facebook, XING & Co.

CHRISTIAN PANSCH

Director Social Media & Prokurist

0421 27867-260

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