Sinnfluencer:innen machen Nachhaltigkeit greifbar
Sinnfluencer:innen machen Nachhaltigkeit greifbar

Virtuelle Influencer:innen –

Ein zukunftsweisender Hype

19 Jahre jung, Kunststudentin und modebegeistert: Lilmiquela könnte glatt als “ganz normale”  junge Frau durchgehen, wäre sie nicht computergeneriert. Mit ihren knapp drei Millionen Follower:innen auf Instagram zählt die virtuelle Influencerin zu den populärsten Persönlichkeiten ihrer Art. Diese Onlinepräsenz machen sich Brands wie Calvin Klein, Prada und MINI im Zuge von Kooperationen mit Lilmiquela zunutze. Doch wodurch zeichnen sich virtuelle Influencer:innen aus und welche Chancen bieten sie für das Influencer Marketing? Diesen spannenden Fragen widmet sich dieser Beitrag.

 

Veröffentlicht von
FRANZISKA FRESE

Was sind virtuelle Influencer:innen?

Animierte Creator:innen mit menschlichen Zügen

Von „CGI influencers“ über „avatar virtual influencers“ und „biodigital influencers“ bis hin zu „AI influencers“: Für virtuelle Influencer:innen haben sich verschiedenste Bezeichnungen etabliert. Ebenso divers sind die Arten des animierten Influencertypus. Einerseits gibt es virtuelle Influencer:innen, die eng mit einer konkreten  Marken verknüpft sind, andererseits verfügen manch andere virtuelle Influencer:innen über eigenständige Social-Media-Auftritte, die losgelöst von einer spezifischen Marke sind. Ein bekanntes Beispiel der ersten Kategorie stellen die digitalen Models Margot und Zhi dar, die für die Modemarke Balmain designt wurden. Im Gegensatz dazu verfügen eigenständige virtuelle Influencer:innen wie Lilmiquela über unabhängige Accounts mit einer großen Followerzahl. Sie sind überwiegend in bildbasierten sozialen Medien, wie Instagram, präsent. Dort teilen sie Eindrücke aus ihrem virtuellen Leben und inspirieren mit ihrem Content zahlreiche User:innen. Darüber hinaus finden sich auf den Accounts virtueller Influencer:innen besonders kreativ umgesetzte Brand-Kooperationen. Zudem ähnelt diese Kategorie der virtuellen Creator:innen am ehesten menschlichen Influencer:innen. Schließlich weisen diese oft von mehrköpfigen Teams animierten  Influencer:innen in ihrer Optik, der Persönlichkeit und ihren Verhaltensweisen menschliche Züge auf. Während manche von ihnen vollständig animiert sind, werden andere als Bildkompositionen aus computergenerierten Elementen und realen Menschen kreiert. Zwar ist aktuell noch der Großteil virtueller Influencer:innen auf ihre menschlichen Erschaffer:innen angewiesen, allerdings basiert schon jetzt ein Teil der Influencer:innen auf künstlicher Intelligenz. Im Übrigen gibt es auch unter den eigenständigen virtuellen Influencer:innen verschiedene Arten: Während „noonoouri“ als comicähnlicher Charakter animiert wurde, ähneln „shudu.gram“ und „lilmiquela“ realen Menschen. Lilmiquela zeichnet sich im Vergleich zu Shudu dadurch aus, dass ihr Leben als fesselnde Story erzählt wird.

construktiv launcht eigene virtuelle Influencerin

MALIVE haucht Instagram & TikTok virtuelles Leben ein

Sie ist ewig jung, dynamisch und modebegeistert: Unsere eigene virtuelle Influencerin MALIVE, die User:innen auf Instagram und TikTok in ihren Bann zieht. Dabei leitet sich ihr Name “MALIVE” aus “I’m alive” ab – eine Hommage an die authentischen Eindrücke aus ihrem animierten Leben. Schließlich wurde MALIVE von der Bleistiftskizze zur lebendigen Persönlichkeit, deren Charakter dem eines echten Menschen nachempfunden ist. Somit sind auch MALIVEs Interessen von denen realer Personen inspiriert. Doch was macht MALIVE besonders nahbar für die Community? Ihre Erlebnisse wie der Besuch eines Konzerts ihrer Lieblingsband oder der nachhaltige Sonntagsbummel auf dem Kleiderflohmarkt werden mittels spannendem Storytelling und glaubwürdigen Creatives an die User:innen herangetragen. Darüber hinaus machen sie vermeintliche optische Makel unperfekt perfekt – denn MALIVE lebt ihre Einzigartigkeit und steht zu ihrer Individualität. Damit konnte MALIVE schon jetzt erste Brands für sich begeistern. Zuletzt war sie sogar für den Streamingdienst Paramount+ gemeinsam mit dem Star Trek-Star Anson Mount, bekannt als Captain Pike von der USS Enterprise, auf dem blauen Teppich. Wer MALIVEs nächsten Schritte im Social-Media-Kosmos nicht verpassen möchte, sollte ihr auf TikTok und Instagram folgen.

Potenziale virtueller Influencer:innen

Anpassungsfähige Aufmerksamkeitsmagnete

Noch gelten die virtuellen Creator:innen als interessantes Novum. Von diesem Status profitieren Marken, die schon zum jetzigen Zeitpunkt mit virtuellen Creator:innen kooperieren. Um Aufmerksamkeit zu erregen und das dauerhafte Interesse der Nutzer:innen zu gewinnen, empfiehlt sich eine gelungene kreative Vision – Stichwort: Storytelling. Durch spannende sowie emotionale Geschichten können Follower:innen zu virtuellen Influencer:innen starke Bindungen aufbauen. Expert:innen stufen diesen Influencertypus daher als gewinnbringendes Marketinginstrument für diverse Branchen ein, darunter die Mode-, Luxus- sowie Entertainmentindustrie. Schließlich sind spannenden Umsetzungsszenarien für verschiedenste Branchen mit virtuellen Influencer:innen so gut wie keine Grenzen gesetzt, wie das Beispiel von Lilmiquela veranschaulicht:

Dazu trägt die Anpassungsfähigkeit der computergenerierten Charaktere an die Kommunikationsziele von Marken bei. Sie wünschen ein Werbegesicht mit pinken Haaren? Der beworbene Energydrink soll den Influencer:innen buchstäblich Flügel verleihen? Durch den Einsatz von virtuellen Influencer:innen sind Anpassungswünschen von Marken, was das Erscheinungsbild und die (grenzenlosen) Fähigkeiten der Charaktere anbelangt, nahezu keine Grenzen gesetzt. Sofern virtuelle Influencer:innen irgendwann gänzlich auf künstlicher Intelligenz basieren sollten, könnten sie darüber hinaus zu jederzeit auf Kooperationsanfragen und Kommentare reagieren. Da das Verhalten virtueller Influencer:innen steuerbar ist, wird ihnen zudem im Vergleich ein geringeres Risiko in Hinblick auf Skandale zugeschrieben.

 

Darüber hinaus eignen sich die virtuellen Avataren ideal für das Vordringen von Marken ins Metaverse. Letzteres dürfte den Erfolg virtueller Influencer:innen nochmal auf eine neue Stufe heben. Schließlich ist bei virtuellen Influencer:innen der technische Grundstein zum Eintritt in das Metaversum bereits gelegt. Denn bei diesen steht schon das 3D-Modell, weshalb sie nicht erst in virtuelle Avatare überführt werden müssen. Deshalb können sie sich nahtlos zwischen Social Media und Metaverse bewegen, womit sie ihrer menschlichen Konkurrenz in diesem Punkt einen Schritt voraus sein dürften. Daher gelten virtuelle Influencer:innen als besonders fortschrittlich und wegbereitend.

 

Fazit und Ausblick

Grenzenlose Kreativität in Kampagnen

Zusammengefasst bringen virtuelle Influencer:innen durch ihre Anpassungsfähigkeit und Kontrollierbarkeit großes Potenzial für Kampagnen zukunftsoffener, kreativer Brands mit sich. Dabei kann ein überzeugendes Storytelling der Schlüssel zum Erfolg sein. Gerade in Hinblick auf den aktuellen Megatrend des Marketings, das Metaverse, lohnt es sich, in die Erstellung der virtuellen Charaktere zu investieren.

 

Quellen:

Appel, G., Grewal, L., Hadi, R., & Stephen, A. T. (2020). The future of social media in marketing. Journal of the Academy of Marketing Science, 48(1), 79-95.

​​Guthrie, S. (2021). Virtual influencers: More human than humans. In: S. Yesiloglu. & J. Costello (Hrsg.), Influencer Marketing. Building brand communities and engagement (S. 271-285). London: Routledge.

Moustakas, E., Lamba, N., Mahmoud, D., & Ranganathan, C. (2020). Blurring lines between fiction and reality: Perspective of experts on marketing effectiveness of virtual influencers. 2020 International Conference on Cyber Security and Protection of Digital Services (Cyber Security), 1-6.

Thomas, V. L., & Fowler, K. (2021). Close Encounters of the AI Kind: Use of AI Influencers As Brand Endorsers. Journal of Advertising, 50(1), 11-25.

https://www.wuv.de/Themen/Social-Media/Das-Metaverse-braucht-Influencer-innen

INTERESSE GEWECKT?

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CHRISTIAN PANSCH

Geschäftsführer

0421 27867-260

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