Bleistift und Papier auf türkisem Hintergrund

CONTENT MARKETING MASTERS 2018: UNSER RECAP ZUR KONFERENZ

Erfahrene Top-Speaker mit spannenden Sessions, aktuellen Insights und Cases sowie Trends für B2B und B2C bietet die Content Marketing Masters Konferenz 2018 am Alexanderplatz in Berlin. Wir waren dabei und berichten in unserem Recap über die neusten Trends des Content Marketings.

#weilwirdichlieben: Wie es der BVG gelungen ist, die Herzen der Fahrgäste zu erobern

Dr. Martell Beck – Berliner Verkehrsbetriebe

Dr. Martell Beck eröffnet damit: Der BVG sei bewusst, dass 47 % ihrer Kunden sie hassen. Um die negative Wahrnehmung der Kunden zu verändern, setzt die BVG auf Sympathie: Mit der Kampagne #weilwirdichlieben erntet das Unternehmen zunächst einen Shitstorm mit Vorwürfen zu ständigen Verspätungen und verschmutzten Transportmitteln. Die enorme Reichweite der Kampagne nutzen die Berliner Verkehrsbetriebe allerdings zu ihrem Vorteil und erreichen mit ehrlichen Social Media Posts hohe Engagement Raten.

Berliner Verkehrsbetriebe Slogan

Mit dem Zeigefinger auf die Realität und Selbstironie als Stilmittel nimmt die BVG sich in ihren Posts selbst nicht allzu ernst und sammelt in der Tonalität der „Berliner Schnauze“ Sympathiepunkte bei den Berlinern. Dank weiterführenden Kampagnen wie der Zusammenarbeit mit Adidas und der Band U2 erreicht die BVG Bekanntheit – auch über die Grenzen Berlins hinaus. Nach der Auswertung der Kampagne wird laut Dr. Martell Beck klar: Viele Kunden haben ihre negative Meinung über die BVG zwar beibehalten, es sind aber auch deutlich mehr positive Meinungen zu verzeichnen als vor der Kampagne.

 

Key Take-aways:

  • Aufmerksamkeit generieren und nutzen – ebenso wenn sie anfangs negativ ist.
  • Menschen mit Werbung unterhalten und authentisch sein, statt sich nur im besten Licht zu präsentieren.
  • Sympathie durch Realitätsnähe schaffen.

Vom Keyword zur Zielgruppe! Ein Content-Ansatz entlang der gesamten Customer Journey

Sabrina Hamm – CosmosDirekt & Daniel Kaliner – Performics

Sabrina Hamm von CosmosDirekt und Daniel Kaliner von Performics stellen die Entwicklung der Website von CosmosDirekt vor: 2014 sieht die Website noch aus wie ein Online-Flyer – überall Verkaufsargumente aber keine Zielgruppenansprache. Seit Google mit seinem Hummingbird-Algorithmus Update von 2013 beginnt, Content nicht nur nach vorhandenen Keywords, sondern auch nach Semantik zu bewerten, hat CosmosDirekt sich vorgenommen, den Flyer zu einer Broschüre umzuwandeln: Thematisch sortierte Schwerpunktbereiche sollen den Nutzer informieren und ihm bestmöglichen Mehrwert bieten. Dazu hat CosmosDirekt eine Reihe informationeller Ratgeber erstellt, die alle auf der Website angebotenen Produkte beschreiben. Zusätzlich hat CosmosDirekt einen Content Hub erstellt, der auf einer externen Website (cleverdirekt.de) über vielfältige Themen informiert und an unauffälligen Stellen zur Website der CosmosDirekt verlinkt.

 

Key Take-aways:

  • Content informationell und beratend gestalten, um dem Nutzer Mehrwert zu bieten und ihn an die Hand zu nehmen.
  • Content-Strategie entwickeln: Zielgruppe und Themenwelt festlegen.
  • Ziele definieren: Soll ein Thema beispielsweise Reichweite, Traffic oder Leads generieren?

Campaign Algorithms – ein neues Lead-Agentur-Modell

Johannes Buzàsi – fischerAppelt

Johannes Buzàsi eröffnet seine Präsentation mit dem Motto seiner Unit bei fischerAppelt: Creative. Content. Technology. Denn beim Campaign Algorithm gilt es, diese Disziplinen zu verknüpfen. Warum? Weil Kunden so zielgerichteter angesprochen werden können als mit klassischer Werbung. Der Campaign Algorithm besteht also aus drei Komponenten:

 

  • Werbung: Die Emotionale. Die Idee, der kreative Kern, ist berührt und erreicht die Zielgruppe.
  • Content: Die Rationale. Die thematische Herangehensweise, die Begründung und die Geschichte schaffen langfristige Beziehungen. Die Rationale sorgt dafür, dass Aufmerksamkeit nicht erkauft, sondern verdient ist.
  • Data: Die Analytische. Technologien unterstützen bei der Identifikation des Gegenübers, der gezielten Ansprache und der Evaluation der Kommunikation.

Beim Content gilt es, die richtige Argumentation für die jeweilige Zielgruppe zu finden. Zum Beispiel beim Produkt „Flug nach New York“ müssen Marketer für Touristen andere Argumente in andersartige Geschichten verpacken als für Geschäftsleute.

 

Johannes sieht durch Content außerdem eine Veränderung im Marketing: Allgemeine Kampagnendramaturgien werden vom zielgruppenspezifischen Funnel entlang der Customer Journey abgelöst. Die Produktion von Werbemitteln wird zur Erstellung von Assets. Und der einzelne Film im Kern der Kampagne wird zu Bewegtbildmaterial, das kanalgerecht und passend zur Nutzungssituation gestreut wird. Damit sollen wieder relevante Inhalte in den Feeds der Nutzer landen.

 

Key Take-aways:

  • 10.000 Markenbotschaften prasseln täglich auf Kunden ein.
  • Werbung gilt nicht als relevant und wird einfach nicht gesehen.
  • Die Verbindung von Werbung mit Argumenten, Geschichten sowie der passenden Technologie hilft, wieder relevante Botschaften zu senden.
Campaign Algorithms

Voice – Die 3. Revolution: Wie Sprache das Rennen um Sichtbarkeit entscheidet

Ingo Kahnt – Performics

Die Voice-Geräte-Verbreitung in Deutschland liegt aktuell bei 7 %, erklärt Speaker Ingo Kahnt. Da die Tendenz steigt, empfiehlt Kahnt, dringend mit der Voice Search-Optimierung von Inhalten zu beginnen. Dafür spricht zudem, dass derzeit circa 20 % der Google-Suchanfragen über mobile Endgeräte sprachbasiert sind. Bis 2020 prognostiziert Kahnt einen Anstieg der sprachgesteuerten Suchanfragen auf 50 %. Für den rasanten Anstieg nennt Kahnt drei Faktoren:

 

  • Sprache ist natürlich: Jeder Zweite spricht lieber, als dass er schreibt.
  • Die Qualität der Voice Searches sowie Voice-fähiger Geräte steigt schnell.
  • Die Vielfalt der Endgeräte nimmt zu: Handys, Fernseher und Co. haben beispielsweise Alexa integriert.

Des Weiteren definiert Kahnt drei Typen der Voice-Nutzung:

 

  • Personal Assistant: „Stelle den Timer auf 10 Minuten.“
  • Information: „Wo finde ich den nächsten Geldautomaten?“
  • Commercial: „Alexa, kaufe Batterien!“

Anhand dieser Einteilung und Definition lässt sich ableiten, worauf Content für Voice Search optimiert werden muss: Vor allem die informationellen Voice Search-Anfragen beantwortet der Sprachassistent, indem er knackige Antworten auf die vom Nutzer gestellte Frage aus den erstplatzierten Suchergebnissen ausspielt. Ein Knowledge Graph oder Featured Snippet in Form von Listen, Tabellen oder kurzen Textblöcken bietet die ideale Vorlage für die Sprachsuche. Was also tun, damit der eigene Content zur „Quick Answer“ für die Sprachsuche wird?

 

  • In den Top Five der SERPs sein – idealerweise im Knowledge Graph oder Featured Snippet.
  • W-Fragen in Überschriften stellen – die Keyword-Strategie um Longtail-W-Fragen erweitern.
  • Conversational Content entwickeln – Fokus bei Content auf menschlichen Dialog setzen.
  • Audio Assets verfügbar machen.
  • Konsequente technische Optimierung.

Key Take-aways:

  • Voice Search-Anfragen sind auf dem Vormarsch.
  • Content-Optimierung auf Voice-Anfragen sollte dringend beginnen.
  • Fokus des Contents auf menschlichen Dialog setzen.
  • Mit W-Fragen-Keyword-Strategie Platzierung im Knowledge Graph oder Featured Snippet erreichen.
Spracherkennung Alexa

Native Advertising – Verortung im Content Marketing

Coskun Tuna – Seeding Alliance GmbH

„Natürlich platziert – authentisch inszeniert“ ist das Motto von Coskuns Agentur Seeding Alliance. Er bezieht sich damit auf Native Advertising-Formate: Ads, die sich ins redaktionelle Umfeld eines Mediums einfügen. Coskun unterscheidet drei Formate:

 

  • (Native) Text-Bild-Anzeige: Ein Teaser im Content des Mediums – häufig mit Bild, Headline und Caption. Der Klick auf den Teaser führt auf eine Landingpage des werbetreibenden Unternehmens.
  • Native Advertorial: Dabei handelt es sich um bezahlte Artikel innerhalb des Mediums. Häufig schreiben sogar die Redakteure des Publishers die Texte, weil sie das Publikum des Mediums am besten kennen. Das sorgt für hochindividuelle Werbeartikel, ist aber auch aufwendig und kostenintensiv.
  • True Native Advertising: Der Advertiser verfasst einen Werbeartikel und speist ihn ins Distributionssystem. Dieses verteilt den Artikel an kooperierende Medien und passt die Optik nahtlos an das Look-and-Feel des Mediums an. Dabei wird eine Unique URL erzeugt, die wie gewohnt in sozialen Medien teilbar ist. True Native Advertising ist zwar textlich weniger individuell, dafür aber skalierbar.

In allen Fällen findet keine Nutzertäuschung statt, die Werbung bleibt gekennzeichnet. Es entsteht jedoch weder ein Bruch noch eine Störung innerhalb des Mediums.

 

Key Take-aways:

  • Native Advertising ist eine Reaktion auf Banner-Blindheit.
  • Der Nutzer wird nicht mit „lauter“ Werbung gestört, sondern soll sich freiwillig mit den Inhalten befassen.
  • Reicht von Unique Content in einzelnen Medien zu breit gestreuten Einheitsinhalten.

Next Level Communication on Social Media

Thore Ladicke – Facebook

Wie man 2019 mit seinen Kunden auf Social Media-Plattformen kommuniziert? Über Stories! Der aktuelle Trend geht dahin, dass immer mehr Content über die Story-Funktion der Social Media-Kanäle veröffentlicht wird und weniger über Newsfeed-Seiten. Beliebt ist hier beispielsweise die Story-Funktion von Instagram: Im Schnitt posten die Nutzer alleine in Deutschland über drei Millionen Stories pro Tag. Damit liegt Instagram auf Platz zwei der derzeit größten Story-Produkte hinter dem „WhatsApp-Status“ und vor der Story-Funktion von Facebook.

Content über Social Media

Ein weiterer Trend im Bereich Social Media betrifft das Format von Videos: Vor allem bei jüngeren Nutzern lässt die Bereitschaft nach, das Smartphone in die Horizontale zu drehen, um ein Video anzuschauen. Immer mehr Videos sind deshalb nicht mehr im klassischen 16:9 Format gedreht und hochgeladen, sondern direkt im vertikalen Format.

 

Auch im Bereich Shopping und Social Media hat sich einiges getan: Produktsticker auf beispielsweise Kleidungsstücken, die Blogger in ihren Instagram Stories tragen, geben dem Nutzer direkt beim Antippen alle wichtigen Produktdetails preis. Über Augmented Reality-Einbindung können Nutzer Produkte wie Kleidungsstücke oder Sonnenbrillen sogar virtuell anprobieren.

 

Key Take-aways:

  • Potenzial von Story-Funktionen auf Social Media-Kanälen für Kommunikation nutzen.
  • Produce Content vertically: Videos für Social Media nach Möglichkeit im Hochformat aufnehmen und veröffentlichen.
  • Möglichkeiten im Shopping-Bereich wie Produktsticker und Augmented Reality für angebotene Produkte nutzen.

Was B2B-Marketing mit gutem Whiskey zu tun hat

Stephan Heinrich – Content Marketing Star

„Das alte Marketing ist tot“, sagt Stephan Heinrich auf der Konferenz und meint damit die Vorgehensweise, mit einer lauten Botschaft auf Reichweite zu setzen. Es gilt vielmehr zunächst eine Beziehung zu etablieren und dann eine Aufforderung zu machen. „Man macht ja auch nicht beim ersten Date einen Antrag“, so Stephan mit einem Augenzwinkern.

Wie das mit der Beziehung funktioniert? Das vergleicht Stephan mit der Herstellung von Whiskey.

 

  • 1. Anbau:
    In der ersten Phase soll Content passend zu den Interessen der Kunden produziert werden. Das eigene Angebot ist am Anfang noch nicht zu kommunizieren. Stephan empfiehlt deshalb, Interessensgruppen statt Zielgruppen zu definieren. Denn meist ist die Soziodemografie völlig egal für das Interesse.
  • 2. Ernte:
    Über den Content soll eine Gefolgschaft aufgebaut werden. Es gilt, über relevante Angebote (wie Anmeldungen, Downloads etc.) E-Mail-Adressen zu sammeln oder andere Kontakte zu knüpfen.
  • 3. Auslese:
    Dann kann aktiv an den Kunden herangetreten werden. Zunächst mit soften Anfragen bis hin zu knallharten Call to Actions. An dieser Stelle werden also die kaufbereiten Kunden herausgefiltert und aktiviert.
  • 4. Reifen:
    Was passiert mit den Kunden, die nicht abschließen, aber den Kontakt halten? Für diese beginnt der Kreislauf von vorn. Es wird Content geliefert, ein erneuter Kontakt geschaffen und wieder versucht, zu aktivieren.

Content Marketing bedeutet also: „Erst flirten, dann den Antrag machen.“

 

Key Take-aways:

  • Mit Inhalten statt Gebrüll punkten.
  • Content Marketing zahlt sich auf lange Sicht aus.
  • Kontakte über Content Marketing sind besonders hochwertig.

Alles muss sich ändern! Wie man junge Zielgruppen erreicht

Rita Orschiedt – Süddeutsche Zeitung / SZBrandStudio

Rita Orschiedt will die Unsicherheit vor dem Umgang mit der jungen Zielgruppe nehmen und verspricht am Ende sogar „You are going to be fine.“ Wie das? Indem wir uns vom klassischen Markenerlebnis emanzipieren und den Konsumenten mehr einbeziehen. Marken sollen sich nicht ungefragt in das Leben der Konsumenten drängen. Vielmehr sollen die jungen Konsumenten den Marken freiwillig folgen. Das funktioniert heute vor allem über Snackable Content: kleine Stories, erfahr- und teilbare Inhalte, kurze Texte sowie Videos.

Was diese Stories brauchen, unterscheidet sich bei der jungen Zielgruppe nicht von der älteren. Sie benötigen:

 

  • Mehrwert
  • cleveres Timing
  • Identität
  • Teilbarkeit
  • Anregung zum Engagement
  • klares Labeling
  • gute Distribution und Reichweite

Key Take-aways:

  • Im Internet verbreiten sich kleine Dinge.
  • Teilbarkeit im Sinne von „Hey look at this“ ist das Ziel.
  • Word of Mouth: Die Zielgruppe ist glaubwürdiger als die Marke.
  • Kontrollverlust über Markenbotschaften zulassen.
Bildschirm mit Augenicon

Mit dem richtigen Content näher am Kunden

Christian Achilles – Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V.

Christian Achilles betont in seinem Vortrag auf der Content Marketing Masters, dass es ihm in seiner Marketing-Strategie nicht darum geht, Produkte einfach anzupreisen. Stattdessen ist es wichtig, sich mit den Kundenbedürfnissen auseinanderzusetzen und diese zu verstehen. Dazu gehört der Versuch, mit dem Auge des Kunden in das Unternehmen zu blicken. Um den Kunden näher kennenzulernen und sein Interesse an bestimmten Themen besser einschätzen zu können, hat die Sparkassen-Finanzgruppe datenbasierte Personas erstellt.

 

Zur Content-Organisation und -Strategie gehört laut Christian Achilles vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. außerdem das Clustern von Themengebieten sowie die regelmäßige Veröffentlichung neuer Inhalte. Die Themenschwerpunkte gliedern sich in langfristig geplante Inhalte, saisonale Themen und Anlässe sowie tagesaktuelle Inhalte, die kurzfristig bereitgestellt werden. Wichtig ist es der Sparkassen-Finanzgruppe zudem, wiederkehrende Formate zu etablieren, auf deren regelmäßige Veröffentlichung sich der Leser verlassen kann.

 

Key Take-aways:

  • Content-Organisation und langfristige Themenplanung für stetig neue Inhalte mit hoher Qualität.
  • Persona-Erstellung zur präzisen Zielgruppendefinition.
  • Inhalte an Zielgruppe anpassen: Verständliche und anregende Inhalte nah am Menschen bieten Orientierung und laden zum Dialog ein.

Die Evolution von videobasiertem Content Marketing anhand der Kitchen Stories-Journey

Verena Hubertz – Kitchen Stories

Verena Hubertz erzählt in ihrem Vortag von der Erfolgsgeschichte ihrer Content-Plattform Kitchen Stories. Die Idee dahinter: Rezepte mit hochwertigem Video Content auf eine völlig neue Art und Weise aufbereiten. Dabei setzen Verena und ihre Geschäftspartnerin auf Content entlang der User Journey, beste Usability und hochwertiges Design. Ihre Inhalte platzieren die beiden in multiplen Channels: von Google über Apps und Desktop-Anwendungen bis hin zu Pinterest und Voice-Anwendungen wie Alexa.

Steak mit Teller: Kitchen Stories

Doch wie verdient Verena mit Food Content Geld? Zunächst wollte sie Inhalte käuflich machen. Die Idee haben die beiden Gründerinnen schnell wieder verworfen, weil User davon schnell genervt sind. Jetzt kommt durch Product Placement und Markenkooperationen Geld in die Kasse. Gemeinsam mit Marken wie Nike oder Nespresso werden hochwertige Inhalte gegen Geld produziert. Die Marken profitieren dabei vom Brand Building und dem Data Insight, den die Kitchen Stories-Chefinnen in Reports an ihre Partner liefern.

 

Key Take-aways:

  • Video Content zum Thema Food hat in Deutschland noch viel Potenzial.
  • 2020 soll Video Content über 80 % des Konsumenten-Traffics ausmachen.
  • Der Schlüssel zum Content-Erfolg ist Engagement: das weiterreichende Auseinandersetzen mit den Inhalten, in diesem Fall also das Nachkochen.

Strategisches Content Marketing: Vom Kanal- zum Themenmanagement

Mirko Lange – Scompler

Da immer mehr und höherwertigerer Content benötigt wird, um bei Google auf die ersten Positionen zu kommen, ergeben sich neue Herausforderungen für die Unternehmen. Das Denken in einzelnen Kanälen beziehungsweise Silos funktioniert an dieser Stelle nicht mehr. Eine umfassende Content Marketing-Strategie muss alle verfügbaren Kanäle miteinbeziehen. Dementsprechend ist ein langfristiger Redaktionsplan wichtig, der eine gemeinsame Story aufzieht und in alle Units des Unternehmens gespielt wird, bevor Themen veröffentlicht werden. Für die Organisation so eines Redaktionsplans nennt Mirko einige hilfreiche Tools wie Contentbird und Sprinklr, geht aber besonders auf die Vorteile von Scompler ein: Scompler verspricht unter anderem die Möglichkeit zum Management aller Content-Formate, eine Anbindung an alle verwendeten Plattformen sowie Auswertungen und Analysen in einem Tool.

 

Key Take-aways:

  • Units für gemeinsame Content-Strategie vereinen.
  • Wege aus Silos finden mit Strategie, Organisation und gemeinsamer Story.
  • Tools für umfassende Redaktionspläne nutzen.
Erster bei Google

Ein anderer Fußball ist möglich

Martin Drust – FC St. Pauli

Martin Drust vom FC St. Pauli erklärt, dass die Marke St. Pauli neben dem eigentlichen Fußballclub zum großen Teil durch Fans entstanden ist. Dementsprechend sei die beste Content Marketing Strategie nicht, gesteuerte Werbung zu schalten, sondern Fans und reichweitenstarke Supporter aktiv einzubeziehen. Damit Fans und Supporter aktiv werden können, bietet der FC St. Pauli als Wertegemeinschaft eine Plattform, auf der beispielsweise Projekte entstehen und wachsen können. Dem FC St. Pauli geht es nicht nur darum, „Geld gegen Bande“ zu tauschen. Der Verein möchte mit Sponsoren und Supportern zusammenarbeiten, sodass etwas Sinnvolles entsteht. So gibt es beim St. Pauli beispielsweise einen Kindergarten, eine eigene Honigherstellung sowie das Projekt „Musicschool“ in Zusammenarbeit mit Levis.

 

Key Take-aways:

  • Marke durch Wertegemeinschaft und Fans entstanden.
  • Zusammenarbeit zwischen Verein und aktiven Fans sowie Supportern bringt eigene Projekte hervor.
  • Projekten eine Plattform zum Entstehen und Wachsen geben.

#Mehranzeigen | Branded YouTube-Channel: Vom Advertiser zum Publisher

Pierre Du Bois, Simon Kaiser – eBay Kleinanzeigen, Klein aber Video Agentur

Zusammen stellen Pierre du Bois und Simon Kaiser in ihrem Vortrag den erfolgreichen YouTube-Channel #Mehranzeigen von eBay Kleinanzeigen anhand unterhaltsamer Videobeispiele vor. Es geht ihnen darum, zu zeigen, dass die Zeit mit dem Kunden das Wichtigste für die Marke sowie die wertvollste KPI ist. Da YouTube immer mehr zum Kommunikationskanal wird, bieten sich YouTube-Videos für diese Zeit mit dem Kunden an: Hier ist es die Kunst, so spannende Geschichten zu erzählen, dass die Nutzer sich Ihr Video gerne auch zehn Minuten lang anschauen. Dabei ist es wichtig, seine Zielgruppe genau definiert zu haben und diese auch immer einheitlich anzusprechen – auf der Video-, der Kanal- sowie der Formatebene.

Branded YouTube Channel

Von Bedeutung ist außerdem, den Nutzer beziehungsweise Kunden zu binden: Wiederkehrende Formate beispielsweise im Wochenrhythmus und fortlaufendem Storytelling geben dem Nutzer einen Grund, den Channel zu abonnieren und sich die Videos wöchentlich anzuschauen. Regelmäßigkeit hat Priorität, daher gilt: Lieber ein Video pro Woche mit geringerem Aufwand sowie Budget drehen und veröffentlichen als mit großem Aufwand wenige Videos produzieren.

 

Key Take-aways:

  • YouTube als Kommunikationskanal nutzen.
  • Ansprechenden, spannenden Content bieten, damit Nutzer das Video gerne bis zum Ende anschauen.
  • Fortlaufendes Storytelling und wiederkehrende Formate zur Kundenbindung nutzen.

Wege zu einer erfolgreichen Content Marketing-Strategie: Erfolgsfaktoren und weshalb so viele Content Marketing-Projekte scheitern

Markus Elsen – Publicis Pixelpark München

Markus Elsen kann an aussagekräftigen Zahlen belegen, dass Content Marketing ein wichtiges Thema ist, in das beim B2B- und B2C-Marketing, bei der internen Kommunikation sowie beim Recruiting und Employer Branding investiert wird. Doch warum scheitern so viele Projekte? Markus zwölf Antworten lauten:

  • Alles ist Content Marketing: Content Marketing ist ein Buzzword geworden, das bei vielen Projekten nicht klar abgesteckt ist.
  • Fehlender Mut: Mit kleinen Projekten, um das Thema mal anzutesten, kann nichts erreicht werden.
  • Falsche Budgetvorstellungen: Content Marketing benötigt ein hohes Budget für Influencer Relations, Promotion, Erstellung, Analytics und technische Umsetzung.
  • Kein integriertes Denken: Kommunikation erfolgt immer noch oft in Silos.
  • Keine Unterstützung von ganz oben: Die Chefetage sträubt sich vor neuen Ansätzen.
  • Fehlende Personas: Es existieren keine klaren Daten über die Zielgruppe.
  • Content Marketing als Push: Es wird einfach nur viel produziert.
  • Kein passender Content Hub: einfache Einbindung auf den Produktseiten.
  • Unklare KPIs: Ziele und Evaluation der Maßnahmen sind nicht klar.
  • Individualisierung ist Kür: Content wird nicht Persona-spezifisch erstellt.
  • Fehlende Strategie: Content ohne Hand und Fuß.
  • Angst vor Veränderung: Verantwortliche wehren sich gegen neue Ansätze.

Am Ende schließt Markus mit dem Statement: „Content Marketing ist eine Philosophie, die Kommunikation verändert.“

 

Key Take-aways:

  • Die Entwicklung geht in allen Kommunikationsbereichen in Richtung Content Marketing.
  • Content Marketing muss umfassend und strategisch aufgesetzt werden.
  • Die Einführung verändert das gesamte Kommunikationsverhalten von Unternehmen.
Content Marketing

Content Marketing und Change: Wege aus der Angst im Unternehmen

Dr. Kerstin Hoffmann – PR-Doktor

Kerstin Hoffmann gibt in ihrem Vortrag auf der Konferenz zu bedenken, dass Content Marketing Kommunikation verändert. Veränderungen machen Angst. Und Angst hemmt. Deshalb muss die Einführung von Content Marketing wie ein Change-Prozess behandelt werden. Change mit Content Marketing wird oft als Bedrohung wahrgenommen: Die Verantwortlichen sehen sich mit Unbequemlichkeit, Kontrollverlust, Kosten, fehlendem Wissen und Gesichtsverlust konfrontiert. Es gilt, diesen Bedrohungen zu begegnen und die Chancen klarzumachen. Oder: Die Motivation zum Change ist, Schmerz vermeiden und Belohnungen sichern.

 

Mit diesen Tipps von Kerstin gelingt der Change zum Content Marketing:

 

  • intern vor extern kommunizieren
  • Zielgruppen (auch intern) kennenlernen
  • Emotionen ernst nehmen
  • (falsche) Annahmen durch Fakten ersetzen
  • wahre Bedürfnisse erkennen
  • Beziehungen aufbauen und pflegen
  • wahre Gefahren aufzeigen

Und vor allem dürfen Kommunikatoren keine Angst vor Fehlern haben.

 

Key Take-aways

  • Einführung von Content Marketing ist ein Change-Prozess.
  • Change-Prozesse beginnen intern.
  • Die Veränderung bietet mit dem richtigen Umgang mehr Chancen als Risiken.
Change Prozesse im Content Marketing

Fazit der Content Marketing Masters 2018: spannend & kurzweilig

Die Content Marketing Masters Konferenz am Berliner Alexanderplatz hat uns mit spannenden Vorträgen rund um das Thema Content Marketing gefesselt. Dank guter Organisation und Moderation konnten alle Vorträge pünktlich beginnen und auch die Pausen waren kurzweilig sowie unterhaltsam. Wir nehmen viele neue Eindrücke und Infos aus der Content Marketing-Welt mit und zugleich die Bestätigung, mit den Content Marketing-Strategien für unsere Kunden, auf dem richtigen Weg zu sein.

INTERESSE GEWECKT?

Für weitere Informationen zum Thema Performance Marketing, unserer Arbeitsweise und individuellen Angeboten, können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

Oliver Dahm

Teamleiter SEO

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