E-Commerce SEO: Mit diesen 6 Tipps zum Erfolg
E-Commerce SEO: Mit diesen 6 Tipps zum Erfolg

E-Commerce SEO: 6 Tipps für die Suchmaschinenoptimierung

Sie haben einen Online-Shop und machen eigentlich alles richtig: Sie haben eine Nische gefunden, bieten gute Preise und guten Service … Dennoch werden Sie für die entsprechenden Suchbegriffe nicht ausreichend gut gefunden? Erfahren Sie hier, wie Sie mit kleinen E-Commerce SEO-Hebeln Ihren Shop nach vorne bringen und die Sichtbarkeit verbessern können.

Veröffentlicht von
VERA POERSCHKE

1) Strukturierte Daten im Online-Shop

Auszeichnen, auszeichnen, auszeichnen!

Essenziell für jeden, der es ernst meint mit dem Erfolg seines Shops: strukturierte Daten. Suchmaschinen werden immer besser darin, Zusammenhänge zu interpretieren, dennoch möchten sie von uns verständliche Daten geliefert bekommen. Daher sollten bei der Onpage-Optimierung die Auszeichnungen der Inhalte eine große Rolle spielen.

 

Die korrekte Auszeichnung von Produkten, Bildern, Breadcrumb, Content, Videos, FAQs, Ratgebern, Lexika, Formeln, Adressen, Telefonnummern, Preisen, Kommentaren, Rezepten, Firmen, Sprungmarken, Personen, Büchern, Filmen, Musik, Restaurants und vielem weiteren vereinfachen die Informationserfassung und dadurch die Bewertung der eigenen Seite durch Suchmaschinen. Das wirkt natürlich besonders dann, wenn die Konkurrenz auf dem Feld noch hinterherhinkt.

 

Möchte man die effizient angehen, belässt man es bei den Auszeichnungen, die aktuell unmittelbare Vorteile versprechen. Wer glaubt, dass Googles SERPs statisch sind, liegt falsch. Neue Formate werden alle Nase lang getestet und sind schneller verschwunden, als wir sie screenshoten können. Der Content und auch der Kontext der Suche entwickeln sich stetig weiter und Google wird auf verschiedene und bisher ungeahnte Ressourcen zurückgreifen. Da ist es doch besser, wenn man selbst der Ressourcengeber ist statt des Konkurrenten, oder?

 

Es heißt also – auszeichnen, was das Zeug hält, ganz nach dem Motto: Was man hat, das hat man!

2) Gute Snippets mit Titles & Descriptions

Automatisierung ist das A und O

Besonders im E-Commerce ein Quell stetiger Freude sind die Titles und Descriptions – und damit die absoluten Basics im SEO. Aber leider auch ein Haufen Arbeit, wenn man es richtig machen möchte. In der Regel müssen sich die Kunden in den SERPs mit automatisch generierten Titles aus Produktname und Brand herumschlagen. Ein besonderes Highlight, wenn der Produktname Rätsel aufgibt. Da hilft auch die Description nicht mehr, die gerne aus den ersten 150 Zeichen Text auf der Seite besteht – Sinn oder Unsinn ausgeklammert.

 

Natürlich ist es nicht umsetzbar, für tausende Produktseiten von Hand Meta-Informationen zu texten – es sei denn, man möchte eine Horde kreativer Praktikanten ins Jurastudium drängen. Daher ist Automatisierung auch hier das Schlüsselwort. Es geht darum, Datenstrukturen zu erkennen und nach vorgegebener Länge zusammenzusetzen. Idealerweise sollte ein System aus seiteninternen und vordefinierten Elementen, wie Brand oder Konversionsphrasen, bestehen, aus dem sich die Tags in idealer Länge errechnen lassen. Kein Hexenwerk, aber doch mit etwas Hirnschmalz verbunden.

 

Doch ist auch das kein Universalheilmittel. Wie so oft ist die goldene Mitte empfehlenswert: Für bestimmte Seitentypen sollten Sie die Meta Tags eben doch händisch erstellen. Dazu zählen Ratgeber, Blogartikel, Kategorien und Artikelübersichtsseiten: Hier kommt kein Automatismus gegen liebevoll getextete Titles und Descriptions an. Nebenhin, die Leistung jeder Seite bzw. Seitengruppe sollte regelmäßig bewertet werden, um Ableitungen für die Optimierung von Title und Description zu treffen.

3) Optimierung der Produktseiten

Liebe verbreiten im Online-Shop

Die digitale Welt bewegt sich weg von der Anonymität im Netz; nicht im Hinblick auf die Datensicherheit, sondern bei der Nutzererfahrung. Der User möchte ein persönliches Shopping-Erlebnis und keine kalten Produktseiten aus der Massenproduktion. Elemente wie Bewertungen und Fotos anderer Nutzer, liebevolle Produktbeschreibungen, Videos und umfassende Informationen zu einzelnen Produkten machen eine Produktseite zu einer Herzenssache, denn am Ende geht es um Liebe <3.

 

Ein Produkt, in dessen Auftritt Sie Zeit, Geld und Mühe investiert haben, nimmt der User als wertiger wahr als ein Produkt, dessen Auftritt sich praktisch nur anhand der Bilder von allen anderen auf der Website unterscheidet. Die Arbeit, die Sie in die Produktseite stecken, zahlt sich aus – vielleicht nicht direkt durch einen Verkauf, aber doch durch einen Imagegewinn. Der User erkennt die Liebe, die ein Händler in seine Produkte steckt. Diese Verbundenheit, die sollen einem die „Riesen“ wie Amazon erst mal nachmachen.

Liebe verbreiten: Lebkuchenherzen mit Icons

4) Weg von der stiefmütterlichen Behandlung der Bildoptimierung

Bildpflege ist aufwändig, aber effektiv

Ein leidgeprüftes Kind im SEO ist die Bildoptimierung. Keiner beschäftigt sich gerne mit dem Thema, bis einem die zahlreichen Bilder-MBs der Produktbilder die Performance zerschießen. Aber nicht nur die Optimierung im Hinblick auf die Dateigröße ist relevant, im Zeitalter der responsiven Webgestaltung muss jedes Bild für verschiedenste Formate in der richtigen Größe und Komprimierung ausgeliefert werden und das am besten, ohne alles über den Server laufen zu lassen und dadurch die Ladezeit der Seite zu belasten. Das Zauberwort lautet Sourceset. Diese Auszeichnung ermöglicht es, bereits im HTML Informationen zur devicespezifischen Bildgröße zu hinterlegen, sodass beim Rendering der Seite nur die wirklich benötigten Ressourcen vom Server geladen werden – individuell nach Geräteabmessung und Auflösung.

 

Dennoch geht mit dem Sourceset ein nicht unerheblicher Aufwand einher – jedes Bild muss in verschiedenen Dimensionen bereitgestellt werden –, wenn systemseitig keine automatische Erzeugung vorgesehen ist. Trotzdem führt für einen gut optimierten Shop kein Weg an korrekten Bildformaten für alle Endgeräte vorbei.

 

Und damit berühren wir nur den rein technischen Teil der Bildoptimierung. Aber was ist mit der inhaltlichen Verständlichkeit der Bilder für Suchmaschinen? Hier darf man sich nicht von Erfolgen im maschinellen Lernen täuschen lassen, denn dessen Anwendung in der Bildersuche ist für Suchmaschinen zurzeit in vielen Fällen ineffizient und schafft damit keinen Rückzugsraum, in dem die unzureichende Auszeichnung von Bildinhalten legitim wird. Daher ist nach wie vor die Vergabe von Alt-Attributen für Bilder ein wichtiger Teil der Bildoptimierung. Für Shops kann das sehr aufwendig werden, wenn man es ernst damit meint. Einfach den Produktnamen in das Alt-Attribut zu schreiben ist nur das Minimum an Beschreibung. Es ernst zu meinen heißt vielmehr, für mehrere Bilder desselben Produktes trotzdem individuelle, passende Beschreibungen zu vergeben. Sieht man das Produkt beispielsweise von vorn? Von hinten? Von der Seite? Im Einsatz? Im Freien? Ein gutes Alt-Attribut erkennt man daran, ob man nur anhand des Textes das Bild auch mit geschlossenen Augen „sehen“ kann. Keine leichte, aber eine lohnenswerte Aufgabe.

5) Ladezeiten optimieren

Was lange währt, wird endlich gut – oder auch nicht

Webseiten mit langen Ladezeiten sorgen dafür, dass der User abspringt – und bei der Konkurrenz mit einer flotten Seite landet. Denn: Im Netz finden sich alle möglichen Produkte bei einer Vielzahl von Händlern. Wer da technisch nicht auf dem aktuellen Stand ist, geht unter, denn niemand ist bereit, auf die Nachzügler zu warten. Gerade im Zeitalter Mobile First (einige sprechen sogar schon von Mobile Only) hat man mit einer langsamen Seite auf mobilen Endgeräten einen Großteil seiner potenziellen Kunden schnell verloren. Es heißt, schnell ans Ziel zu kommen. Und das Ziel ist eine Seite, die nur wenige Sekundenbruchteile braucht, um eine vollständige Interaktivität für den Kunden bereitzustellen.

 

Je größer ein Shop, desto größer ist auch die Herausforderung, diesem Anspruch mit der Vielzahl an Ressourcen gerecht zu werden. Einige Basic Steps wie die Verwendung von GZIP, aktuellen Bildformaten, Sourceset und eine Caching-Strategie sollte jeder Shop-Betreiber, der Wert auf eine zeitgemäße Website legt, auf jeden Fall befolgen. Es ist jedoch nicht gesagt, dass man damit die von Google gewünschten Vorgaben zum Time-to-First-Byte und Co. bereits erfüllt. Da hilft nur die individuelle Analyse der eigenen Seite mit Tools wie beispielsweise PageSpeed Insight oder den Audits der Console.

Ladezeiten optimieren: Gepard auf Ladebalken

6) User-Experience und Usability

Wer hat, der kann

Die Bemühungen im Bereich SEO sind häufig technischer Natur und es fühlt sich manchmal so an, als wäre man Diener der Suchmaschinen. Doch im Endeffekt ist das Einzige, was wir wollen, die Nutzer glücklich zu machen. Das heißt: Bei all unseren Bemühungen steht die Usability im Vordergrund. Wenn der Shop so aufgebaut ist, dass der Kunde nichts findet, hilft auch das beste technische Grundgerüst nichts. Idealerweise sollte ein Shop immer noch mal von Unbeteiligten auf seine Funktionalität hin getestet werden, denn sämtliche Objektivität geht leider flöten, wenn es sich um das eigene Projekt handelt.

 

Natürlich gibt es einige „Best-Practice“-Anleitungen zum Aufbau und zur Usability einer Website, doch man möchte selbst ja auch nicht wie einer von vielen daherkommen. Die Kunst ist es, den goldenen Mittelweg zu finden zwischen einer für User einfachen Bedienbarkeit und der Originalität der eigenen Seite, mit der man sich von der Konkurrenz abhebt.

Fazit: Mit kleinen Hebeln viel erreichen

E-Commerce SEO kann einfach und effektiv sein

Wie Sie gesehen haben, gibt es viele kleine Hebel, die Ihren Shop im E-Commerce SEO nach vorne bringen können. Sie möchten noch mehr erfahren oder benötigen professionelle Unterstützung? Gern beraten wir Sie in allen Fragen der Suchmaschinenoptimierung!

INTERESSE GEWECKT?

Für weitere Informationen zum Thema E-Commerce SEO, unserer Arbeitsweise und individuellen Angeboten können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.

OLIVER DAHM

Teamleiter & Projektmanager SEO

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